Infineon hat im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 den höchsten Quartalsumsatz seiner Unternehmensgeschichte erzielt. Vor allem die hohe Nachfrage nach Stromversorgungslösungen für KI-Rechenzentren sowie eine Erholung in weiteren Zielmärkten treiben das Wachstum.
»Infineon hat das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 mit einem Rekordumsatz abgeschlossen und setzt den Wachstumskurs konsequent fort«, sagt Jochen Hanebeck, Vorstandsvorsitzender von Infineon. »Immer mehr unserer Zielmärkte zeigen einen positiven Trend. Unsere Stromversorgungslösungen für KI-Rechenzentren bleiben sehr gefragt und sind weiterhin der wichtigste Wachstumstreiber. Darüber hinaus sorgen weltweit steigende Investitionen in die Netzinfrastruktur für Rückenwind. Auch im Automobilbereich ziehen die Aufträge spürbar an. Infineon ist in strukturellen Wachstumsmärkten mit seinem Produktportfolio und entsprechenden Fertigungskapazitäten hervorragend positioniert – und wir übersetzen diese Chancen in profitables Wachstum.«
Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 stieg der Konzernumsatz um 360 Mio. Euro auf 4.172 Mio. Euro nach 3.812 Mio. Euro im Vorquartal – und damit auf den bislang höchsten Umsatz in einem Quartal in der Geschichte von Infineon. Der Anstieg um 9 Prozent war die Folge besserer Nachfrage in allen Segmenten. Besonders hervorzuheben sind die Beiträge zum Umsatzanstieg von Power & Sensor Systems (PSS) in Höhe von 182 Mio. Euro und Automotive (ATV) in Höhe von 102 Mio. Euro.
Aufgrund der deutlichen Umsatzverbesserung stieg die Bruttomarge im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres um 210 Basispunkte auf 40,8 Prozent nach 38,7 Prozent im Vorquartal. Die bereinigte Bruttomarge erhöhte sich auf 42,8 Prozent nach 41,0 Prozent im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026. Das Segmentergebnis stieg im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 auf 797 Mio. Euro nach 653 Mio. Euro im Vorquartal. Die Segmentergebnis-Marge verbesserte sich auf 19,1 Prozent nach 17,1 Prozent im Vorquartal.
Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 stieg das Betriebsergebnis auf 594 Mio. Euro nach 458 Mio. Euro im Vorquartal. Das Finanzergebnis betrug im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres minus 63 Mio. Euro nach minus 68 Mio. Euro im Vorquartal. Der Steueraufwand belief sich im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 auf 112 Mio. Euro nach 91 Mio. Euro im zweiten Quartal. Das Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten sowie das Ergebnis nach Steuern verbesserten sich im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres jeweils auf 423 Mio. Euro nach jeweils 301 Mio. Euro im zweiten Quartal. Das unverwässerte und verwässerte Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Aktivitäten stieg im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 auf jeweils 0,32 Euro nach zuvor jeweils 0,23 Euro. Das bereinigte Ergebnis je Aktie – verwässert1 verbesserte sich im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres auf 0,44 Euro nach 0,34 Euro im Vorquartal.
Der Umsatz im Segment Automotive (ATV) stieg im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 auf 1.932 Mio. Euro nach 1.830 Mio. Euro im Vorquartal. Der Anstieg um 6 Prozent war die Folge besserer Nachfrage nach Mikrocontrollern, Smart Power-Komponenten und Ethernet Produkten vor allem im Bereich softwaredefinierter Fahrzeuge. Das Segmentergebnis erhöhte sich auf 356 Mio. Euro nach 331 Mio. Euro im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026. Die Segmentergebnis-Marge verbesserte sich auf 18,4 Prozent nach 18,1 Prozent im Vorquartal.
Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 stieg der Umsatz im Segment Green Industrial Power (GIP) auf 447 Mio. Euro von 403 Mio. Euro im Vorquartal. Der Anstieg um 11 Prozent war die Folge besserer Nachfrage in allen Bereichen, insbesondere bei Energieinfrastruktur und Klimasystemen. Das Segmentergebnis erreichte im dritten Quartal 44 Mio. Euro nach 47 Mio. Euro im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres. Die Segmentergebnis-Marge betrug 9,8 Prozent nach 11,7 Prozent im Vorquartal. Der Rückgang ist auf vorübergehende operative und bestandsbezogene Effekte zurückzuführen.
Der Umsatz im Segment Power & Sensor Systems (PSS) stieg im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 auf 1.442 Mio. Euro von 1.260 Mio. Euro im Vorquartal. Der Zuwachs um 14 Prozent war im Wesentlichen die Folge weiter steigender Nachfrage im Bereich Server und Rechenzentren für künstliche Intelligenz. Das Segmentergebnis erhöhte sich im dritten Quartal auf 359 Mio. Euro nach 257 Mio. Euro im zweiten Quartal. Die Segmentergebnis-Marge verbesserte sich deutlich auf 24,9 Prozent nach 20,4 Prozent im Vorquartal.
Im Segment Connected Secure Systems (CSS) erhöhte sich der Umsatz im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 auf 350 Mio. Euro nach 319 Mio. Euro im Vorquartal. Der Anstieg um 10 Prozent war die Folge steigender Nachfrage in allen Bereichen, insbesondere bei Authentifizierungs- und Identifikationslösungen. Das Segmentergebnis stieg auf 34 Mio. Euro nach 18 Mio. Euro im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres. Die Segmentergebnis-Marge erhöhte sich auf 9,7 Prozent nach 5,6 Prozent im Vorquartal.
Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 rechnet Infineon bei einem angenommenen EUR/USD-Wechselkurs von 1,15 mit einem Umsatz von etwa 4,7 Mrd. Euro. Für das Segment ATV wird ein moderates Wachstum erwartet. Bei den Segmenten GIP, PSS und CSS sollte der Umsatzanstieg im Quartalsvergleich deutlich ausfallen. Für die Segmentergebnis-Marge wird ein Wert von etwa 23 Prozent erwartet.
Bei einem für das vierte Quartal unterstellten EUR/USD-Wechselkurs von 1,15 wird im Geschäftsjahr 2026 nun ein Umsatz von etwa 16,3 Mrd. Euro erwartet. Dies entspräche einer jährlichen Wachstumsrate von rund 11 Prozent. Im Vergleich zum Konzerndurchschnitt wird für das Segment ATV von einem langsameren Wachstum ausgegangen. Dem positiven Momentum im Bereich softwaredefinierte Fahrzeuge wirkt dabei die verhaltene Nachfrage nach Hochvoltkomponenten im Bereich Elektromobilität entgegen. Im Gegensatz dazu sollte der Umsatz im Segment PSS deutlich stärker als der Konzerndurchschnitt wachsen. Dies wird getrieben von der sehr dynamischen Nachfrage nach Produkten für die Stromversorgung von KI-Rechenzentren. Für das Segment GIP wird im Jahresvergleich ein Umsatzwachstum knapp unter dem Konzerndurchschnitt und für das Segment CSS ein in etwa unveränderter Umsatz erwartet. Die bereinigte Bruttomarge sollte weiterhin im niedrigen bis mittleren Vierziger-Prozentbereich liegen und die Segmentergebnis-Marge weiterhin rund 20 Prozent erreichen.