Unterstützung für Japans FRONTia-Projekt

Nvidia baut KI-Fabrik für Japans Industrie

17. Juli 2026, 10:08 Uhr | Iris Stroh
Noetra und Nvidia starten KI-Infrastruktur
© Nvidia

Nvidia und Noetra wollen in Japan eine nationale KI-Infrastruktur für physische KI aufbauen. Die auf der Vera-Rubin-Plattform basierende KI-Fabrik soll Anwendungen für Robotik, digitale Zwillinge und industrielle KI unterstützen und das FRONTia-Projekt der japanischen Regierung voranbringen.

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Nvidia hat angekündigt, gemeinsam mit Noetra eine KI-Fabrik auf Basis der Nvidia Vera Rubin-Plattform aufzubauen. Die Anlage soll mit 13.750 Nvidia Vera-CPUs und 27.500 Nvidia Rubin-GPUs ausgestattet werden. Nach Angaben der Unternehmen handelt es sich dabei um die weltweit erste nationale KI-Infrastruktur für physikalische KI. Unterstützt wird das Vorhaben von führenden japanischen KI- und Industrieunternehmen. Ziel ist es, das KI-Ökosystem des Landes in den Bereichen Fertigung, Logistik, Gesundheitswesen, Telekommunikation und weiteren Branchen zu unterstützen.

Die neue KI-Fabrik wird von Noetra gebaut und basiert auf Nvidia Vera Rubin NVL72-Racks, nutzt die Nvidia DSX-Plattform und wird über das Nvidia Spectrum-X Ethernet-Netzwerk verbunden und skaliert. Sie soll die Entwicklung offener multimodaler Basismodelle ermöglichen, die unter anderem KI-Agenten, digitale Zwillinge, Robotik und andere Anwendungen der physikalische KI unterstützen.

Die KI-Fabrik wird für Japans FRONTia-Projekt bereitgestellt. Das vom japanischen Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) initiierte Programm »Entwicklung multimodaler Basismodelle mit Blick auf KI-Robotik und physische KI« bündelt Fertigungskompetenz, Industriedaten und Technologiepartner, um multimodale Basismodelle für physische KI zu entwickeln..

Die vortrainierten Gewichte der multimodalen Basismodelle von Noetra sollen zusammen mit Software wie Nvidia Nemotron, Nvidia Cosmos, den offenen Nvidia Isaac GR00T-Modellen, Nvidia NeMo-Bibliotheken und weiteren Komponenten für inländische Modellentwickler und Unternehmen breit verfügbar gemacht werden. Dies soll die Entwicklung von agentenbasierter KI und physikalischen KI-Anwendungen beschleunigen.

Förderung der japanischen Ambitionen im Bereich der physischen KI

Mit seiner im März vorgestellten KI-Robotik-Strategie verfolgt Japan das Ziel, bis 2040 mehr als 30 Prozent des weltweiten Marktes für KI-Robotik zu erreichen. Das geschätzte Marktvolumen liegt nach Regierungsangaben bei 133 Mrd. Dollar. Im Rahmen seiner Industriepolitik treibt das METI deshalb die Entwicklung multimodaler Basismodelle für Robotik und physische KI voran.

Mit dem Ausbau der KI-Fabrik soll das Training von KI-Modellen im Billionen-Parameter-Maßstab unterstützt werden.


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