Linux für IoT und Embedded-Systeme

Ubuntu Core 22 mit Echtzeit-Kernel

5. Juli 2022, 15:01 Uhr | Harry Schubert
Ultrasicheres, eingebettetes Ubuntu unterstützt jetzt Echtzeitberechnungen in der Robotik und bei industriellen Anwendungen.
© Canonical

Mit dem Echtzeit-Kernel 22.04 LTS unterstützt Ubuntu Core 22 von Canonical jetzt die Echtzeitanforderungen für Berechnungen in der Robotik und bei industriellen Anwendungen.

Der Echtzeit-Kernel von Ubuntu 22.04 LTS, aktuell als Beta-Version verfügbar, ist leistungsstark, mit äußerst niedrigen Latenzzeiten und bietet die Vorhersagbarkeit für die Ausführung zeitkritischer Anwendungen in Industrie, Telekommunikation, Automotive und Robotik. Ubuntu Core 22 von Canonical, die vollständig containerisierte und für IoT- und Edge-Geräte optimierte Variante von Ubuntu 22.04 LTS, steht ab sofort zum Download bereit, unter ubuntu.com/download/iot. Die neue Version enthält einen vollständig präemptiven Kernel, um zeitgebundene Antworten zu gewährleisten.

IoT-Hersteller müssen ihre Geräte schnell und innerhalb des Budgets bereitstellen sowie gleichzeitig deren Sicherheit und Fernverwaltung gewährleisten. Angesichts einer schnell wachsenden Zahl an Geräten stellt dies die Anbieter vor große Herausforderungen. Als Antwort darauf bietet ihnen Canonical mit Ubuntu Core 22 ein äußerst sicheres und robustes Betriebssystem, das von einer wachsenden Zahl von Halbleiter- und Geräteherstellern unterstützt wird.

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Anwendungszentriert und sicher

Mark Shuttleworth, CEO von Canonical
»Wir wollen überall sichere und zuverlässige Open-Source-Lösungen bereitstellen – von der Entwicklungsumgebung über die Cloud bis hin zum Edge und zu den Geräten«, sagt Mark Shuttleworth, CEO von Canonical. »Mit dieser Version und dem Echtzeit-Kernel von Ubuntu können wir die Vorzüge von Ubuntu Core auf die gesamte Embedded-Welt ausweiten.«
© Canonical

Ubuntu Core bietet ein robustes, vollständig containerisiertes Ubuntu-Linux. Es teilt das monolithische Ubuntu-Image in Pakete, so genannte Snaps, auf – einschließlich Kernel, Betriebssystem und Anwendungen. Jedes Snap verfügt über eine isolierte Sandbox, einschließlich aller Abhängigkeiten der Anwendung, um sie vollständig portabel und zuverlässig zu machen. Das Snapcraft-Framework von Canonical ermöglicht die On-Rails-Entwicklung von Snap-Paketen für schnelle Iterationen, automatisierte Tests und eine zuverlässige Bereitstellung.

Dadurch sind Over-the-Air-Updates (OTA) des Kernels, des Betriebssystems und der Anwendungen auch für untertnehmenskritische Anwendungen möglich. Updates werden entweder erfolgreich abgeschlossen oder automatisch auf die vorherige Arbeitsversion zurückgesetzt. Auf diese Weise kann ein Gerät nicht durch ein unvollständiges Update blockiert werden. Die Snaps-Technik ermöglicht auch Delta-Updates, um den Datenverkehr im Netzwerk zu minimieren, und digitale Signaturen, um die Integrität und Herkunft der Software sicherzustellen.

Jedes Gerät, auf dem Ubuntu Core läuft, verfügt über einen dedizierten IoT App Store mit voller Kontrolle über die Apps auf dem Gerät. Zudem ermöglicht er es, Software auf einer Plattform zu erstellen, zu veröffentlichen und zu verteilen. Der IoT App Store bietet Unternehmen ein ausgefeiltes Softwaremanagement, einschließlich einer Reihe neuer Funktionen für den Einsatz vor Ort (on-premise).

Ubuntu Core bietet außerdem von Haus aus fortschrittliche Sicherheitsfunktionen, darunter sicheres Booten, vollständige Festplattenverschlüsselung, sichere Wiederherstellung und strikte Begrenzung des Betriebssystems und der Anwendungen.

Canonical-Kunden profitieren von der 10-jährigen Sicherheitswartung des Kernels, des Betriebssystems und des Codes auf Anwendungsebene. Geräte und ihre Anwendungen können so die Anforderungen von Unternehmen und des öffentlichen Sektors an die digitale Sicherheit erfüllen.


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