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Fingerabdruck statt Bargeld

Kontaktlos zahlen mit biometrischen Karten

15. September 2020, 15:00 Uhr   |  Selina Doulah

Kontaktlos zahlen mit biometrischen Karten
© Infineon

Infineon und Fingerprint Cards bündeln Kräfte, um Lösungen für den Massenmarkt zu entwickeln.

Um mit der Karte zu bezahlen, muss derzeit immer noch ab einem bestimmten Betrag die PIN-Nummer eingetragen oder eine Unterschrift geleistet werden. Damit Zahlende ihre Karte künftig gar nicht mehr aus der Hand geben müssen, werden ihre Fingerabdrücke auf einer biometrischen Karte gespeichert.

Kontaktloses Zahlen wird mit biometrischen Karten mit integriertem Fingerabdrucksensor noch komfortabler, sicherer und hygienischer. Die Karte bleibt während der gesamten kontaktlosen Zahlungstransaktion in der Hand des Karteninhabers – auch größere Zahlungsbeträge müssen nicht mehr durch PIN-Eingabe oder mittels Unterschrift bestätigt werden. Die Infineon Technologies AG und Fingerprint Cards AB (Fingerprints) bündeln ihre Kräfte, um diesen fortschrittlichen Lösungsansatz flächendeckend etablieren zu können.

Fingerabdrücke werden auf der Karte gespeichert

Der Hersteller von Sicherheitschips für kontaktloses Zahlen sowie Fingerabdrucksensoren samt Software wollen Kartenherstellern biometrische Halbleiterslösungen bereitstellen, die sich einfach und kosteneffizient in die Karten einbetten lassen. Um die Nutzerdaten zu schützen, werden Fingerabdruckinformationen im »embedded Secure Element« (eSE) auf der Karte gespeichert und nicht an Dritte herausgegeben.

»Elektronisch bezahlen, ohne die Karte aus der Hand geben zu müssen, verbessert das Kundenerlebnis, die Datensicherheit und die Hygiene. Mit Fingerprints haben wir einen starken, markterprobten Partner für biometrische Siliziumtechnologien. Gemeinsam wollen wir die Produktion biometrischer Zahlungskarten im industriellen Maßstab ermöglichen und ihre Einführung am Massenmarkt beschleunigen«, sagt Björn Scharfen, Leiter der Produktlinie Payment & Transport Ticketing von Infineon. »Die Kombination von Fingerprints‘ biometrischen Technologien und unserer Expertise in Chip-Sicherheit, Energieeffizienz und kontaktloser Datenübertragung ermöglicht eine einfach zu integrierende Systemlösung. Unseren Kunden verschaffen wir damit einen entscheidenden Vorteil in einem aufstrebenden Wachstumsmarkt.«

»Kooperation ist entscheidend im Markt für Bezahllösungen.«

»Kooperation ist entscheidend im Markt für Bezahllösungen. Gemeinsam entwickeln wir eine optimierte Lösung, die es Kartenherstellern erleichtern wird, neue Generationen kontaktloser Zahlungskarten mit biometrischen Verfahren auszustatten«, erklärt Michel Roig, SVP Business Line Payments & Access bei Fingerprints.

Die Sensormodule von Fingerprints und die leistungsstarken und energieeffizienten 40-nm- Sicherheitscontroller von Infineon (auf Basis des 32-Bit ARM SecurCore SC300) erfüllen die speziellen Anforderungen für die Herstellung biometrischer Bezahlkarten:

  • Die Fingerabdruckinformationen werden geschützt im Sicherheitscontroller abgelegt und abgeglichen.
  • Die kontaktlose Datenübertragung erfüllt trotz des erhöhten Strombedarfs höchste Ansprüche.
  • Sensible biometrische Daten werden einfach und zuverlässig in die Karte überspielt.

Nahezu jede zweite chipbasierte Bezahlkarte weltweit ist mit einem Sicherheitscontroller von Infineon ausgestattet, laut Hersteller. Darüber hinaus kommen Chip-Lösungen von Infineon in den meisten größeren Projekt- und Pilotvorhaben mit Biometriekarten in 2020 zum Einsatz, so Infineon. Weitere Informationen zu Chiplösungen für Bezahlanwendungen sind verfügbar unter www.infineon.com/payment.

Quelle: Infineon

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