Elektrisch-angetriebene Flugtaxen Chinesischer Autobauer Geely stellt Prototypen vor

Das nächste Flugtaxi soll aus China kommen. Geely's Terrafugia präsentierte den Prototypen.
Das nächste Flugtaxi soll aus China kommen. Geely's Terrafugia präsentierte den Prototypen.

Ein weiterer Hersteller versucht sich an Flugtaxen: Terrafugia, Entwickler von Flugautos und Tochter der Geely Technology Group, enthüllte am 22. Juni den Prototypen des Flugtaxis TF-2A und kündigte den baldigen Marktstart an.

Das TF-2A ist ein elektrisches Lufttaxi (electric vertical takeoff and landing, eVTOL) speziell für den Stadtverkehr. Es wird mit einem Elektroantrieb ähnlich einem Helikopter senkrecht starten und landen. Für die Flugzertifizierung und ein angemessenes Kosten-Nutzen-Verhältnis wurde für das TF-2A eine Tragflächenkonstruktion aus Kompositwerkstoffen anstelle von Multi-Rotor- oder Kipprotor-Konfigurationen verwendet. Im Falle einer Notlandung steht noch ein Dreipunktfahrwerk als Reserve bereit.

Mit acht Antrieben und einem Propeller kann das Flugtaxi senkrecht starten und landen. Dank der Gull-Wing-Bauweise befinden sich die Rotorblätter in mehr als zwei Metern Höhe über dem Boden, so dass Personen mühelos darunter laufen und einsteigen können.

Das maximale Startgewicht der TF-2A beträgt 1.200 kg. Die Nutzlast beträgt bis zu 200 kg, was für zwei Passagiere und das dazugehörige Gepäck ausgelegt ist. Die Reichweite beträgt gerade einmal 100 km bei einer Reisegeschwindigkeit von bis zu 180 km/h in 3 km Flughöhe. Das erlaubt keine weiten Reisen, soll aber Stadtgebiete zuverlässig abdecken und auch kleinere Intercity-Flüge in benachbarte Städte erlauben.

Der erste Testflug fand nach den Angaben von Terrafugia am 26. Dezember 2019 statt. Nach einer Corona-bedingten Pause begann das Unternehmen im Mai mit weiteren Verbesserungen und Zuverlässigkeitstest. Anfang Juni folgte der nächste Testflug auf der Terrafugia-Basis in Hangzhou.