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Produktpiraterie am Nebenstand

Gruner wehrt sich gegen chinesische Kopien

19. Dezember 2016, 10:18 Uhr   |  Heinz Arnold

Gruner wehrt sich gegen chinesische Kopien
© Gruner

Das Original-Relais Type 721 von Gruner zum Vergleich: Es stimmen zum Beispiel die Betätigungsmechanik und die Ausgestaltung der Kontaktfedern überein.

Opfer von chinesischer Produktpiraterie wurde die Gruner AG auf der electronica 2016. Das Unternehmen wehrte sich.

Nicht nur der Kopierte ärgert sich und muss wirtschaftliche Schäden hinnehmen. Auch der Käufer von Kopien muss mit gravierenden wirtschaftlichen Konsequenzen rechnen. Deshalb fragen Kunden immer wieder bei Gruner um Rat, wenn ihnen Relays von Herstellern angeboten werden, die sich von den Gruner-Typen kaum unterscheiden.

Da passt ins Bild, dass laut einer aktuellen Ernst & Young-Studie rund 72 Prozent aller Plagiate und Fälschungen nach wie vor aus China kommen. Entdeckt werden sie oft erst auf Messen, wenn Hersteller ihre eigene Ware plötzlich an fremden Ständen sehen. Insgesamt sei der deutschen Wirtschaft und insbesondere mittelständischen Unternehmen durch Plagiate 2015 ein Schaden von 56 Mrd. Euro entstanden. Ein Großteil der befragten Betriebe gab an, von Produktpiraterie vor allem asiatischen Ursprungs betroffen zu sein. Wegen der weltweit steigenden Nachfrage nach Relais werden Hersteller von Schaltgeräten besonders häufig plagiiert.

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1. Gruner wehrt sich gegen chinesische Kopien
2. electronica: Dreiste Kopien
3. Risiken des Plagiate-Kaufs

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