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Digitalisierung beschleunigt und Ausbau der Denkfabrik neo

24. Juni 2020, 07:32 Uhr   |  Gerhard Stelzer

Digitalisierung beschleunigt und Ausbau der Denkfabrik neo
© Elektronik | G. Stelzer

Stefan Brandl, Vorsitzender der Geschäftsführung der ebm-papst Gruppe (2.v.l.): »Als Innovationstreiber von Luft- und Antriebslösungen entwickeln wir mit Hilfe von IoT- und Cloud-Technologien neue Geschäftsmodelle, die neue Wachstumspotentiale ermöglichen und unseren Kunden einen Mehrwert bieten.«

Die ebm-papst Gruppe, ein mittelständischer, schwäbischer Anbieter von Lüftern und Antrieben hat das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau abgeschlossen. Die eigene Denkfabrik »neo« wird zu einer eigenen Gesellschaft.

Der in Mulfingen ansässige Hersteller von Ventilatoren- und Antriebslösungen ebm-papst baut die Digitalisierung und seine Denkfabrik »ebm-papst neo« in Dortmund weiter aus. Im April 2020 wurde dazu die Gesellschaft ebm-papst neo GmbH & Co. KG (neo) gegründet. Das Ziel der Denkfabrik ist es, digitale Lösungen zu vermarkten und zu vertreiben. Dazu gehören Systeme zur intelligenten Datenanalyse, mit denen neo die Energiebilanz und Luftqualität in Gebäuden optimiert. »Die Digitalisierung in Verbindung mit Energieeffizienz ist ein bedeutendes Zukunftsfeld für die ebm-papst Gruppe und bietet uns viele Chancen«, erklärt Stefan Brandl, Vorsitzender der Geschäftsführung der ebm-papst Gruppe. »Als Innovationstreiber von Luft- und Antriebslösungen entwickeln wir mit Hilfe von IoT- und Cloud-Technologien neue Geschäftsmodelle, die unserem Unternehmen neue Wachstumspotentiale ermöglichen und vor allem unseren Kunden einen Mehrwert bieten werden.« Hierzu hat sich ebm-papst in den letzten Monaten an drei internationalen Start-ups beteiligt. Diese Partnerschaft ermöglicht einen schnellen Technologietransfer, beispielsweise bei den Themen »Verbesserung von Energiebilanz und Luftqualität in Gebäuden« oder »intelligente Datenanalyse und -speicherung.«

Geschäftsjahresumsatz stabil bei 2,19 Mrd. Euro

Das am 31. März 2020 beendete Geschäftsjahr 2019/20 schloss das baden-württembergische Familienunternehmen mit einem Umsatz von 2,188 Mrd. Euro ab. In einem schwierigen Marktumfeld, geprägt von Covid-19 und konjunkturellen Eintrübungen, insbesondere des Industriegeschäftes, bestätigte ebm-papst damit das Vorjahrsergebnis (2,185 Mrd. Euro / plus 0,2 Prozent). »Hinter uns liegt ein in den ersten drei Quartalen ordentliches Wachstumsjahr, das am Ende durch weitreichende Vorsichtsmaßnahmen zum Schutz unserer Mitarbeiter, Störungen in den Lieferketten und rückläufigen Auftragseingängen den Vorjahresumsatz nur knapp übertraf«, erläutert Brandl.
ebm-papst handelte nach eigenen Aussagen frühzeitig und konsequent in enger internationaler Abstimmung und minimierte so die Auswirkungen von Covid-19 auf die Gruppe. Im Vordergrund standen dabei die Verantwortung für die Belegschaft und die Bedienung seiner Kunden. So unterstützte ebm-papst beispielsweise die Medizintechnik unter anderem bei Komponenten für Beatmungsgeräte. Zentral ist für ebm-papst auch die Sicherung der Liquidität.

Das am 31. März 2020 beendete Geschäftsjahr 2019/20 schloss das baden-württembergische Familienunternehmen ebm-papst mit einem Umsatz von 2,188 Mrd. Euro ab.
© ebm papst

Das am 31. März 2020 beendete Geschäftsjahr 2019/20 schloss das baden-württembergische Familienunternehmen ebm-papst mit einem Umsatz von 2,188 Mrd. Euro ab.

»local for local«-Strategie ausgebaut

Die Internationalisierungsstrategie »local for local« in den Regionen USA, China und Europa wird ebm-papst bei der Bewältigung der Covid-19-Krise helfen. Durch seine hohe Eigenständigkeit war es beispielsweise der Niederlassung in China möglich, bereits seit Mitte März mit voller Kapazität zu produzieren. Die »local for local«-Strategie wurde im vergangenen Geschäftsjahr durch die Fertigstellung des dritten Produktionsstandorts in Xi‘An in China sowie die Inbetriebnahme des zweiten Standorts in den USA (Johnson City/Tennessee) weitergeführt. Im Bereich des Lieferantenmanagements soll »Multiple Sourcing« zukünftig noch stärker Berücksichtigung finden. Mit dem »local for local«-Ansatz können Risiken aus handelspolitischen Konflikten und Währungskursschwankungen reduziert werden.

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1. Digitalisierung beschleunigt und Ausbau der Denkfabrik neo
2. Ausblick 2020: Steuern auf Sicht
3. »F&E–Technologieführer« stärkt Digitalisierung und IoT

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