Intertec Components

Übernahmen sind eine Option

4. November 2016, 8:46 Uhr | Heinz Arnold

Fortsetzung des Artikels von Teil 1

Der Intertec Weg

Intertec, GF Frauen
Gianna Graziano mit der Vertriebsleiterin Components Verena Engelhardt
© Intertec

Als andere, vormals freie Distributoren, spätestens nach der großen Despression im Markt aus dem Jahre 2008 Ihre Felle davon schwimmen sahen, ist Intertec seinem Weg und seiner Überzeugung immer treu geblieben und hat stattdessen die Zeit genutzt, viel in die beiden Standorte in Asien zu investieren. Es ist uns allen bekannt, dass der Weltmarktanteil Europas am großen Kuchen der Elektronik stetig schrumpft. Nur wer über stabile und langfristige Partnerschaften bei den großen Playern in Asien verfügt, der kann in vielen Situationen noch liefern, wenn die Vertragsdistribution oder auch das Herstellerbüro in Deutschland und Europa nur noch mit den Achseln zucken können.

Die neu angemietete Fläche am Flughafen München war beim Einzug nicht einmal zu 50 % belegt. Dies auch ganz bewusst, denn Geschäftsführer Christian Peter dachte natürlich schon daran, „so über die nächsten zehn Jahre Platz für weiteres Wachstum am Standort zu haben“. Dass nun aber - nach lediglich 14 Monaten am neuen Standort - die Fläche fast komplett beansprucht ist, das hätte wohl keiner für möglich gehalten.

Nicht nur die erhöhte Nachfrage der Kunden, sondern auch ein unerwartet gutes Angebot an qualifizierten Fachkräften hat dazu geführt, dass Intertec allein in 2016 seinen Personalbestand am Hauptsitz um 40 % steigern konnte. Organisches Wachstum, das mit jungen und motivierten Mitarbeitern von unten heraus befeuert wird. Der zukünftigen Mitgeschäftsführerin Gianna Graziano, sowie der Vertriebsleiterin im Bereich Components, Verena Engelhardt, verdankt Intertec Components maßgeblichen Anteil am Erfolg der letzen Jahre.

Interessante Optionen

Doch zurück zum vorhin schon erwähnten aktuellen Marktumfeld. Natürlich gab es immer wieder Möglichkeiten, durch Zukäufe zu expandieren. Jedoch hat es dann doch immer wieder an einer Stelle das berüchtigte „Haar in der Suppe“ gegeben. Und die berühmten halben Sachen, die wollte man dann freilich auch ungern machen.

Das sieht jetzt anderes aus: Nicht zuletzt das aktuelle Niedrigzinsniveau, gepaart mit den positiven Aussichten der allgemeinen Marktentwicklung für die nächsten Jahre, macht es für Intertec möglich, sich am Finanzmarkt ausreichend zu bedienen um auch den ein oder anderen Wunschkandidaten zu akquirieren. Ganz konkret sind aktuell sogar gleich zwei Deals in Verhandlungen. Zum einen handelt es sich um einen Distributor, der ebenfalls Relais als einen Schwerpunkt in seinem Portfolio führt, zum anderen laufen die Verhandlungen mit einem etablierten Halbleiterdistributor, um sich weitere Verstärkung im europäischen Ausland ins Boot zu holen.

 

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Intertec, Red Magnetics
© Intertec

Intertec ist auch Hersteller

Einen weit höheren Bekanntheitsgrad hat jedoch die zweite Marke der Intertec, Red Magnetics, mittlerweile erreicht. Bereits seit 2008 ist man in diesem Nischenmarkt aktiv. Eine enorme Vielfalt an unterschiedlichen Anwendungen gilt es bei Red Magnetics abzudecken. Nicht nur im Medizinbereich und im Automotive-Sektor, sondern natürlich auch in den Bereichen Industrieelektronik und Luft- und Raumfahrt werden Magnete in verschiedensten Ausführungen eingesetzt. Unter www.red-magnetics.com/de/anwendungsbereiche/php können sich Anregungen eingeholt werden.

 

 

Intertec, Red Frequency
© Intertec

 

Vor fünf Jahren wurde der Startschuss gegeben, um eine eigene Produktlinie von frequenzbestimmenden Bauelementen zu etablieren. Unter der Marke Red Frequency ist für den Anwender eine umfangreiche Palette an Quarzen, Quarzoszillatoren, Keramikresonatoren sowie eine Auswahl an SAW Filtern erhältlich.

Seit 1993 hat Intertec wichtige Kontakte zu Herstellern im asiatischen Raum etabliert, die zum Aufbau eines leistungsfähigen Produktionsringes für dieses neue Produktfeld ausschlaggebend waren und innerhalb kürzester Zeit ein qualitativ hochwertiges und preislich attraktives Portfolio an den Start brachten. Anders wäre es auch nicht möglich gewesen, innerhalb kurzer Zeit renommierte Kunden wie Intel oder Diehl BGT Defence für die neue Marke gewinnen zu können.


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