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TFTs einfach und kostengünstig integrieren

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Das VisuRDK-H8SX-Entwicklungskit von MSC-Gleichmann will mit skalierbaren Referenzdesigns Anwendern den Aufbau einfacher TFT-Displays in Anwendungen erleichtern, wo bisher Dot-Matrix- oder monochrome STN-Displays eingesetzt wurden.

Warum sich mit einer DOT-Matrix-Anzeige oder einem monochromen STN-Display zufrieden geben, wenn ein Farbdisplay mit selbsterklärender Bedienung letztlich nicht viel mehr kostet? Wie einfach sich grafische, farbige Benutzerschnittstellen auch in bestehende Designs implementieren lassen, zeigt das VisuRDK-H8SX-Entwicklungskit von MSC-Gleichmann.

Messtechnik, Medizintechnik, Weiße Ware, Industrieautomation etc. - in all diesen bislang von LED-Anzeigen oder Character-LCDs mit festen Schriftarten dominierten Bereichen halten sukzessive farbige, grafikfähige Anzeigen Einzug. Unterschiedliche Schriftarten und -größen in verschiedenen Farben erleichtern die Orientierung und übernehmen die Funktion der Benutzerführung. Inzwischen haben auch die meisten TFT-LCD-Hersteller das Marktpotential für kleinflächige 2,2- bis 10,4-Zoll-Farbdisplays jenseits der bisherigen Anwendungsbereiche erkannt und mit erweiterten Temperaturbereichen und geringerer Empfindlichkeit hinsichtlich Erschütterungen, Langzeitstabilität und Langzeitverfügbarkeit reagiert.

Einfache Migration zum TFT-Display

Die eigentliche Herausforderung liegt in der Ansteuerung dieser Displays. Bei Verwendung von TFT-LCDs müssen permanent große Datenmengen übertragen werden, ohne dass dadurch die Systemleistung leidet. Die Kunst für den Entwickler besteht darin, die zusätzlich benötigte Rechenleistung korrekt abzuschätzen. Viele entscheiden sich vorsichtshalber gleich für die Integration eines Embedded-PCs. Felten weiß aber aus Erfahrung, dass in vielen Fällen eine Mikrocontroller-basierte Lösung der einfachere und gleichzeitig auch günstigere Weg ist, um ein bestehendes System um eine farbige Anzeige zu erweitern; nicht zuletzt auch deswegen, weil sich dadurch weiterhin die Vorteile der Mikrocontrollerwelt nutzen lassen.

Hier setzt das Konzept der Embedded Display Solution Group von MSC-Gleichmann an: Als Distributionspartner führender Mikrocontroller-Hersteller wie Atmel, NEC Electronics, Renesas oder Samsung und TFT-Display-Linien wie Hitachi, AUO, NEC, Ampire, LG, Truly und Evervision sind die Spezialisten von MSC und Gleichmann Electronics täglich mit den Problemen rund um die  Ansteuerung von TFT-Displays konfrontiert. »Unser Vorteil ist, dass wir in beiden Welten zuhause sind und deshalb auch genau wissen, was in der Praxis machbar oder nicht machbar ist. In Kundengesprächen stellen wir immer wieder fest, dass die Leistungsfähigkeit moderner MCUs gerade im Grafikbereich mitunter oft unterschätzt wird«, so Lothar Felten, Leiter der MSC-Gleichmann Embedded Display Group. Eine solche Lösung kostet den Anwender meist weniger als 10 Euro, also einen Bruchteil dessen, was eine Ansteuerung mit Hilfe eines IPC oder eines externen Grafikboards kosten würde, und reicht in den meisten Fällen trotzdem aus.  

In wenigen Schritten zur eigenen TFT-Lösung 

Wie einfach sich die Probleme mit den richtigen Komponenten und entsprechendem Microcontroller- und Display-Know-how in den Griff bekommen lassen, beweist das VisuRDK-H8SX-Entwicklungskit. Es ermöglicht eine kostengünstige und vergleichsweise einfache Ansteuerung von TFT-LCDs ohne zusätzlichen Graphikcontroller und beinhaltet alles Notwendige, um direkt mit der Entwicklung loslegen zu können: ein 3,5-Zoll-TFT-LCD mit QVGA-Auflösung und Touchpanel, ein Evaluation-Board, einen E10A-USB JTAG Debugger/Emulator und ein umfangreiches Angebot an Beispielsoftware. Das Board wurde von MSC-Gleichmann speziell für eine LCD-Direct-Drive-Lösung mit dem H8SX/1668R-Mikrocontroller von Renesas entwickelt. Um den Entwicklungsaufwand für den ersten Prototypen zu reduzieren, liegen dem Kit auch Schaltplan und Gerberdaten bei. 


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