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Die Anzahl von Technologien wächst

Es werde Licht!

05. Juni 2019, 10:52 Uhr   |  Iris Stroh

Es werde Licht!
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Saßen früher in den Fahrzeugen einfache Glühlampen, kommt heute eine Vielzahl von Technologien zum Einsatz, angefangen bei LEDs, über Laser, OLEDs, Micro-LEDs bis hin zur DLP-Technik (Digital Lighting Processing).

Immer mehr OEMs nutzen Licht, um sich zu differenzieren. Entsprechend viel Bewegung ist im Markt. Welche Innovationen in der Beleuchtung vorangetrieben werden, macht die Ankündigung von Mercedes-Benz klar, dass das Unternehmen in der Mercedes-Maybach-S-Klasse die Scheinwerfer mit der DLP-Technik von Texas Instruments ausstatten wird. Damit wandert ein Scheinwerfer mit 2 Mio. Pixeln – und damit HD-Qualität – ins Fahrzeug. Bei der DLP-Technik wird das Licht der LEDs über zwei Mio. Mikrospiegel durch eine Optik auf die Fahrbahn gelenkt, wobei jeder Mikrospiegel einzeln angesteuert werden kann. Mercedes-Benz verspricht sich von der Technik eine erhöhte Verkehrssicherheit und erklärt: Diese Technik kann Fahrer in kritischen Situationen gezielt führen und unterstützen, aber auch Botschaften wie Richtungspfeile oder Warnhinweise auf die Straße beamen. So können beispielsweise Symbole oder ein Zebrastreifen für Fußgänger projiziert werden.

Dass es sich dabei um keine Volumentechnik handelt, macht Dr. Ulrich Giese, Senior Director Automotive Solution Business Unit bei Renesas Electronics Europe, klar. Und das machen auch die offiziellen Zahlen deutlich: Mercedes-Benz konnte zwar melden, dass 2018 so viele Mercedes-Maybach-S-Klasse-Limousinen verkauft wurden wie noch nie zuvor (+21,8 %), aber die Gesamtanzahl ist gering: Seit der Markteinführung Anfang 2015 wurden gut 25.000 Einheiten ausgeliefert.

Dass damit ein Zebrastreifen auf die Straße projiziert werden kann, ist technisch zwar machbar, aber: »Das wollen die Behörden nicht«, so Thomas Rothhaupt, Director Sales & Marketing bei Inova Semiconductors. Und Hans Adlkofer, Vice President Head of Automotive Systems Group von Infineon Technologies, bestätigt: »Es gibt nur einen, der Verkehrszeichen ausgeben kann, und das sind die Behörden und nicht irgendein Privatmann, der meint, er könnte ein Stoppzeichen auf die Straße projizieren. Wenn Sie einen Zebrastreifen auf die Straße projizieren und es passiert etwas, wer übernimmt die Haftung?«

Auch wenn 2 Mio. Pixel derzeit noch einer Maybach-S-Klasse vorbehalten ist, der Trend geht auch im Volumen eindeutig in Richtung höhere Auflösung. Das bestätigt auch Adlkofer und erklärt: »Die Auflösung steigt. Das Matrix-Licht wird kommen, weil man blendfreies Fernlicht haben möchte.« Nur ob das mit DLP-Technik oder mit Matrix-LED-Scheinwerfern umgesetzt wird, müsse sich zeigen. Der Matrix-LED-Scheinwerfer wurde von verschiedenen Mitgliedern aus Industrie und Forschung (Osram, Daimler, Fraunhofer, Hella und Infineon) entwickelt (Projekt μAFS) und verfügt über 1024 einzeln ansteuerbare Lichtpunkte. Kein Vergleich zu den 2 Mio. Pixeln mit der DLP-Technik, nichtsdestotrotz lässt sich auch mit diesem Matrix-Scheinwerfer das Licht sehr genau an die jeweilige Verkehrssituation anpassen, sodass andere Verkehrsteilnehmer zum Beispiel nicht geblendet werden. Das Matrix-Licht wird also kommen; »ob mit DLP-Technik oder LEDs, wird sich zeigen. Der Unterschied liegt vorwiegend in den Kosten«, so Adlkofer weiter.

Wiese
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Peter Wiese, NXP Semiconductors: »Licht weckt Emotionen und ist meiner Meinung nach auch das innovativste Sicherheitselement. Dafür bezahlen die Leute auch mehr. Und dieser Markt wird noch weiter wachsen.«

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2. Design und Sicherheit

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