Der HydroGen4 im Straßeneinsatz
Das GM-Brennstoffzellen-Fahrzeug der vierten Generation (HydroGen4) ist das Ergebnis von zehn Jahren Entwicklung im Bereich Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Technologie. Im Vergleich zum Vorgänger macht der HydroGen4 Fortschritte in Sachen Alltagsnutzen, Fahrleistungen und Dauerhaltbarkeit. Weltweit kommen über 100 Autos dieses Typs im Rahmen des »Project Driveway« von General Motors in den USA, Japan, Korea, China und Deutschland zum Einsatz.
Bis heute hatten 3400 Menschen die Gelegenheit, das Auto zu fahren. Darunter 30 Familien, bei denen das Fahrzeug für 2-3 Monate im normalen Alltag zum Einsatz kam. Insgesamt wurde mit der Fahrzeugflotte bereits eine Strecke von fast 700.000 km zurückgelegt. Die Erfahrungen aus diesem Projekt liefern den GM-Ingenieuren nicht nur Validierungsdaten, sondern auch wertvolle Einblicke in das Nutzungsverhalten und das Fahrerlebnis künftiger Kunden.
Dafür sind die Brennstoffzellen-Autos sind mit einem Funk-Übertragungssystem ausgerüstet, mit dem Fahrzeugdaten zur Unterstützung der GM-Techniker auf zentrale Server übertragen werden. Den Service für die Berliner Flotte übernimmt ein Opel-Händler, der technisch und personell für die Wartung von Brennstoffzellen-Fahrzeugen gerüstet ist.
Der Brennstoffzellen-Stapel (Stack) des HydroGen4 besteht aus 440 in Reihe geschalteten Zellen, in denen Wasserstoff mit Sauerstoff aus der Luft reagiert. Dieser elektrochemische Prozess erzeugt Strom, als Nebenprodukt entsteht lediglich Wasserdampf. Der Stack stellt Energie für den 73 kW (100 PS) starken Synchron-Elektromotor bereit, der eine Beschleunigung von null auf Tempo 100 in rund zwölf Sekunden sowie eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h ermöglicht.
Der HydroGen4 ist mit einer 1,8 kWh starken Puffer-Batterie ausgestattet, um elektrische Lastspitzen abzudecken und die aus dem regenerativen Bremssystem gewonnene Energie zu speichern. Die drei Hochdrucktanks aus Kohlefaser-Verbundwerkstoff können bei einem Druck von 700 bar eine Gesamtmasse von 4,2 Kilogramm Wasserstoff aufnehmen, was einer Reichweite von bis zu 320 Kilometern entspricht.
Der HydroGen4 startet und läuft auch bei Temperaturen unter null Grad Celsius – ein erheblicher Fortschritt zu seinem Vorgänger. Er verfügt über spezielle Sicherheitsfeatures für das Wasserstoff-System und bietet so die Sicherheit eines ganz normalen Serienfahrzeugs.