Marktstudie zu SPS-Systemen

Trend zu IO-Link und OPC UA

2. Dezember 2022, 14:25 Uhr | Andreas Knoll
Michaela Rothhöft ist wissenschaftliche Mitarbeiterin der Fachhochschule Südwestfalen.
Michaela Rothhöft ist wissenschaftliche Mitarbeiterin der Fachhochschule Südwestfalen.
© Michaela Rothhöft

Der Trend zu IO-Link und OPC UA hält weiter an. Jeweils etwa 60 Prozent der deutschen Maschinenbauer planen den Einsatz dieser Kommunikationsmöglichkeiten. Aber auch Technologien wie Edge-/Fog-Computing werden immer mehr genutzt – wenn auch auf deutlich niedrigerem Niveau.

Dies sind Ergebnisse der aktuellen unabhängigen Marktstudie „SPS-Systeme“, die von Dipl.-Betriebswirtin Michaela Rothhöft, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Fachhochschule Südwestfalen, freiberuflich mit Unterstützung des VDMA Elektrische Automation durchgeführt wurde. Im Rahmen dieser mittlerweile sechsten Auflage der Studie gaben 2022 deutschlandweit mehr als 250 Maschinenbau-Unternehmen Auskunft über das Einsatzverhalten und über zukünftige Entwicklungen von Kaufverhalten und Technologieanforderungen sowie zu Trends bei SPS-Systemen.

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Abb. 1: Bekanntheitsgrad von SPS-Herstellern im Zeitverlauf
Abb. 1: Bekanntheitsgrad von SPS-Herstellern im Zeitverlauf
© Michaela Rothhöft

Der Markt für SPS-Systeme wird laut der Studie in Deutschland weiterhin von Siemens dominiert. Das Unternehmen hat demnach seine herausragende Stellung im Markt sowohl beim Bekanntheitsgrad als auch bei Kaufentscheidungen in den letzten 20 Jahren gehalten. Am stärksten hat sich in den vergangenen Jahrzehnten Beckhoff Automation entwickelt. 2001 mit 6 Prozent noch weitgehend unbekannt, steht das Unternehmen der Studie zufolge jetzt mit 68 Prozent an zweiter Stelle des Bekanntheitsgrads, was auch zu einer starken Zunahme der Kundenzahl geführt hat. Diese Entwicklung zeige, dass auch ein damals noch kleines Unternehmen (im Vergleich zu internationalen Konzernen) durchaus Chancen habe, in einem schwierigen Markt große Erfolge zu feiern. Das Unternehmen profiliere sich dabei vor allem durch die Erfüllung technischer Anforderungen.

Abb. 2: Zukünftige Nutzung einer Cloud-Anbindung
Abb. 2: Zukünftige Nutzung einer Cloud-Anbindung
© Michaela Rothhöft

Die Ansprüche an die Technik sind dabei hoch: So betrachten immer mehr Maschinenbauer integrierte funktionale Sicherheit und Maschinenbedientechnik (HMI) als erforderlich. Drei von vier Unternehmen wollen zudem künftig eine Cloud-Anbindung nutzen. Dabei steigt die Anzahl der geforderten Funktionen. So sollen bei mehr als jedem zweiten die Diagnose, das Monitoring, die Datensammlung sowie die Analyse und Auswertung im Vordergrund durch die Cloud-Anbindung unterstützt werden.

Die Koordination von Maschinen über Cloud-Dienste wird dagegen nur sehr selten beabsichtigt. Eine deutliche Steigerung erwarten die Teilnehmer der Studie auch bei der Nutzung von Smartphones/Tablets, IO-Link und Edge-/Fog-Computing in der Steuerungstechnik.

Nähere Details zu den Ergebnissen der Marktstudie sind im Internet unter www.marktstudien.org zu finden oder per E-Mail - rothhoeft@marktstudien.org - abrufbar.


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