Open Industry 4.0 Alliance und LNI 4.0

Zusammenarbeit für die digitale Transformation

22. November 2022, 12:06 Uhr | Andreas Knoll
Ekrem Yigitdöl, Managing Director der Open Industry 4.0 Alliance, Anja Simon, CEO des LNI 4.0, und Ricardo Dunkel, Technical Director der Open Industry 4.0 Alliance
Ekrem Yigitdöl, Managing Director der Open Industry 4.0 Alliance, Anja Simon, CEO des LNI 4.0, und Ricardo Dunkel, Technical Director der Open Industry 4.0 Alliance, gehen davon aus, die Umsetzung der industriellen Transformation in Deutschland und Europa erheblich skalieren zu können.
© Open Industry 4.0 Alliance / LNI 4.0

Die Open Industry 4.0 Alliance arbeitet ab sofort mit dem Labs Network Industrie 4.0 zusammen. Kooperieren wollen die beiden Organisationen vor allem in puncto Testen von Implementierungen sowie bei den Themen Edge Management, digitaler Zwilling und Data Spaces.

Die Open Industry 4.0 Alliance agiert als partnerschaftlicher Zusammenschluss von Industrieunternehmen, die sich pragmatisch an der Umsetzung herstellerübergreifender Industrie-4.0-Lösungen und -Services für Fertigungsanlagen und automatisierte Warenlager beteiligen. Der LNI 4.0 ist ein Netzwerk von derzeit mehr als 45 Testzentren (Labs) und etwa 300 Unternehmen in ganz Deutschland, die in mehr als 120 Use Cases und fünf großen Test-Beds die verschiedensten Themen der Industrie 4.0 in konkreten Anwendungen erproben. Im Rahmen ihrer Partnerschaft nutzen die Open Industry 4.0 Alliance und der LNI 4.0 ihre Synergien, etwa beim Test implementierter Industrie-4.0-Use-Cases für die mittelständische Industrie.

Was die beiden Vereine zusammenbringt, ist ihre Erwartung, die Umsetzung der industriellen Transformation in Deutschland und Europa erheblich skalieren zu können. Der LNI 4.0 bringt dabei seine zahlreichen Test-Labs und seine fünf großen Test-Beds ein. Bei den Mitgliedern gibt es deutliche Überschneidungen – an beiden Organisationen beteiligen sich große Player der in Deutschland präsenten Fertigungs-, Elektronik- und Softwareindustrie –, was die beiden Vereine als vorteilhaft bei der Skalierung der Transformationsprojekte betrachten.

»Von Standards allein passiert noch keine Umsetzung«, erläutert Ricardo Dunkel, Technical Director der Open Industry 4.0 Alliance. »Deshalb versprechen wir uns von der Kooperation mit dem LNI, und einer Nutzung von dessen Test-Beds für unsere gemeinsamen Mitglieder, am Ende die bestmöglichen Ergebnisse in der Implementation bei den Endkunden unserer Mitglieder.«

»Wir erwarten durch die gemeinsame Arbeit an Use Cases eine Potenzierung im Faktor fünf bis zehn bei der Umsetzung der digitalen Transformation unserer Mitglieder«, fügt Anja Simon, CEO des LNI 4.0, hinzu. »Wir können sehr viele verschiedene Anwendungsszenarien der Industrie 4.0 erproben, und dies für beide Communities neutral und vorwettbewerblich.«

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Drei Schwerpunktthemen für die Kooperation

In ihrer Zusammenarbeit wollen sich die beiden Organisationen auf drei Schwerpunktthemen konzentrieren:

• Edge Management: hier können auch kleine und mittlere Unternehmen das Angebot an unterschiedlichen Edge-Lösungen über eine neutrale Austausch- und Erprobungsplattform testen.

• Digital Twin: Vermittlung der technischen Basis sowie von Anwendungsszenarien für den Digitalen Zwilling, auf Basis der Asset Administration Shell (AAS, Verwaltungsschale).

• Data Spaces: dies umfasst die Zusammenarbeit in Richtung EU Data Act, der einen umfassenden Abgleich in punkto Datensouveränität (Identity, Access Management) sowie die Abstimmung mit Standardisierungs-Organisationen wie Catena-X (Automotive) und Gaia-X (EU-Ebene) erfordert.


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