Mit neuer Firmware für Embedded-Software

Software-Schutz in einem einzigen ASIC

3. August 2022, 12:08 Uhr | Andreas Knoll
Für Embedded-Software, IoT-Geräte und Machine-Learning-Anwendungen eignet sich die Schutz-Hardware CmASIC von Wibu-Systems.
Für Embedded-Software, IoT-Geräte und Machine-Learning-Anwendungen eignet sich die Schutz-Hardware CmASIC von Wibu-Systems.
© Wibu-Systems

Die Schutz-Hardware CmASIC von Wibu-Systems ist mit allen Software-Schutz- und -Lizenzierungs-Features des Unternehmens versehen. Neu ist die Firmware-Version 4.50, die erweiterte Verschlüsselungsfunktionen wie etwa längere Schlüssel für ECC, RSA und AES sowie erweiterte Signaturfunktionen bietet.

Besonders geeignet sind die CmASICs für Embedded-Software und IoT-Geräte. Weil Machine Learning an Bedeutung gewinnt, müssen die entsprechenden Anwendungen geschützt werden, wofür sich die CmASICs durch ihre Kompaktheit anbieten. Zudem unterstützt die in den CmASICs integrierte CodeMeter-Technik des Karlsruher Security-Spezialisten den Schutz von Python-Anwendungen.

Mit ihrem 5 x 5 mm großen VQFN-32-Gehäuse sind die CmASICs die kleinste Schutzhardware der CodeMeter-Produktlinie. Sie sind stromsparend, haben einen erweiterten Temperaturbereich, sind zertifiziert nach CC EAL5+ und bieten zwei Schnittstellen für flexible Connectivity: USB oder SPI für besonders schlanke Embedded-Systeme. Die Bauform wurde entwickelt, um die Integration auf Leiterplatten oder in Embedded-Geräten zu vereinfachen – eine Alternative zu den etwas größeren CmDongles oder CmCards.

Die CmASICs sind vollständig kompatibel zum CodeMeter-Lizenzcontainer: zur Hardware CmDongle, zum softwarebasierten CmActLicense-Container und zum CmCloudContainer. Die Hersteller können alle Funktionen der CodeMeter-Technologie nutzen, einschließlich der Softwareschutzmethode Blurry Box und allen Lizenzierungsmöglichkeiten. Für die besonderen Anforderungen der Embedded-Systeme ist die CodeMeter-Software als schlankere und anpassbare Version CodeMeter Embedded für viele Betriebssysteme und Prozessor-Architekturen verfügbar.

Beim Einsatz in IoT- und Embedded-Systemen werden die CmASICs zu einem wichtigen Element für die Lizenzierung und den Schutz in der Automatisierungsindustrie. Immer häufiger geht es dort um Vertrauenswürdigkeit sowie um sichere und überprüfbare digitale Identitäten. Nur mit passenden Lösungen zur Identifizierung und Authentifizierung von Geräten, Akteuren und Daten in einem vernetzten industriellen System lassen sich Betriebssicherheit und Integrität aufrechterhalten. CmASICs eignen sich auch für Service-orientierte Geschäftsmodelle wie Manufacturing-as-a-Service, die von einem zuverlässigen und vollständig rückverfolgbaren Durchfluss digitaler Objekte in Datenmarktplätzen sowie in Bestell- und Warenwirtschaftssystemen im Backoffice und zu den Maschinen in den Fabriken abhängen.

Wibu-Systems hat in zahlreichen nationalen und internationalen Forschungsprojekten sowie in der Praxis neuartige Konzepte für sichere datengetriebene Geschäftsmodelle umgesetzt. Die CmASICs lassen sich für alle CodeMeter-Funktionen einsetzen, etwa das CodeMoving, was für ein besonders hohes Schutzniveau sorgt. Mit dieser Methode werden besonders sensible Teile des Codes innerhalb der sicheren Umgebung der Schutzhardware ausgeführt. Die Besonderheit bei den CmASICs ist, dass der Code an einen schwer erreichbaren Ort verlagert wird und die Schutzhardware als HSM-Modul im Gerät eingebaut ist; es ist somit sicher im Inneren einer Maschine.

»Heutzutage sind sichere Identitäten, digitale Zertifikate und vertrauenswürdige Systeme ein wichtiges Thema für die Industrie«, erläutert Oliver Winzenried, Vorstand und Mitgründer von Wibu-Systems. »Unser CmASIC ist zusammen mit der gesamten CodeMeter-Technologie der Baustein – im wahrsten Sinne des Wortes, der all dies für Embedded-Systeme der Industrie bieten kann.«

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