Analog Devices

Digitaler Stromversorgungs-Manager

23. April 2018, 10:02 Uhr | Iris Stroh
Der LTC2972
Die kontinuierliche Überwachung der Leistungsaufnahme sowie des Energieverbrauchs von Schaltungsboards ist eine Grundvoraussetzung, um deren Betrieb zu optimieren und den Kühlungsaufwand von Server-Racks beziehungsweise Rechen- oder Datenzentren zu reduzieren und die Betriebskosten zu senken.
© Analog Devices

Analog Devices stellt unter der Bezeichnung Power by Linear LTC2972 einen zweikanaligen Stromversorgungssystem-Manager vor, mit dem sich Ströme, Leistungen und die Energie auf dem Zwischenbus (Intermediate Bus) zu POL-Wandlern (Point-of-Load) überwachen, begrenzen, sequenzieren und trimmen lassen.

Der LTC2972 von Analog Devices entlastet den Host von lästigen Abfragen und Berechnungen, indem er die aufgenommene Energie, angegeben in Joule, und die Laufzeit über eine PMBus-Schnittstelle bereitstellt. In Verbindung mit digitalen Messwerten von POL-Ausgangsspannungen, Strömen und Leistung lässt sich mit dem LTC2972 die Wandlungseffizienz eines Stromversorgungssystems langfristig überwachen. Durch den Einsatz des LTC2972 können Entwickler die Stromversorgungen für FPGA-, ASIC- und DSP-Boards um software-basierte Überwachungs- und Steuerfunktionen erweitern sowie das Time-to-Market verkürzen, die Systemzuverlässigkeit erhöhen und den Energieverbrauch senken.

Die Ausgangsspannungen von Stromversorgungen werden mithilfe eines 16-Bit-A/D-Wandlers (ADC) mit einem unbereinigten Gesamtfehler (TUE) von 0,25 % getrimmt, begrenzt und überwacht, was die Board-Yields sowie die Langzeit-Performance erhöht. Die Ausgangsströme von Stromversorgungen werden mit einem Messwiderstand, Spulen-Gleichstromwiderstand (DCR) oder dem IMON-Ausgang einer Stromversorgung gemessen. Versorgungs-Sequenzing, Supervision und Fehlerprotokollierung mit einem internen EEPROM sind enthalten. Störungen lösen eine EEPROM-Blackbox-Aufzeichnung aus, was die Fehleranalyse vereinfacht und zugleich Aufschlüsse für künftige Systemverbesserungen liefert.

Programmierbare Power-Good- oder GPIO-Pins (General-Purpose Input/Output) stehen für jeden Kanal zur Verfügung. Der LTC2972 kann mit anderen Stromversorgungssystem-Managern zusammenarbeiten, um Sequenzierung und Störungsmanagement von mehr als zwei Versorgungsleitungen zu koordinieren. PMBus-konforme Befehle ermöglichen eine flexible Programmierung und das Rücklesen von Daten (Data Readback) des Stromversorgungssystems. Die Konfiguration erfolgt über die grafische Benutzeroberfläche LTpowerPlay, die alle Power by Linear Stromversorgungssystem-Management-Bauteile (PSM) unterstützt. Einmal programmiert ist für den eigenständigen Betrieb keine zusätzliche Software erforderlich.

Der Stromversorgungssystem-Manager LTC2972 ist je nach Ausführung für den kommerziellen Temperaturbereich von 0 bis 70 °C sowie für den industriellen Temperaturbereich -40 bis 105 °C spezifiziert und wird im 44-poligen QFN-Gehäuse mit 6mm x 7mm angeboten.

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