Video: Power Talk Stromversorgung Teil 1

Herausforderungen in der Lieferkette

11. Mai 2026, 09:00 Uhr | Engelbert Hopf
Power Talk »Stromversorgung« Teil 1: Herausforderungen in der Lieferkette
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Engelbert Hopf, Markt&Technik, sprach Ende März mit Karsten Bier, Recom Gruppe, Bernhard Erdl, Puls-Gruppe, Hermann Püthe, inpotron Schaltnetzteile, und Martin Tenhumberg, Traco Power, über aktuelle Entwicklungen und Trends in der Stromversorgungsbranche der DACH-Region.

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Seit Oktober, November letzten Jahres hatten die Aufträge der Stromversorgungshersteller wieder spürbar angezogen. Das setzte sich auch zu Jahresbeginn 2026 fort, »wenn jetzt auch noch der März gut wird, können wir ein gutes Jahr erwarten«, so die Einschätzung der Diskussionsteilnehmer. Entsprechend positiv fielen ihre Wachstumserwartungen für 2026 aus. Doch der Beginn des inzwischen über zwei Monate andauernden Irankrieges könnte diese positiven Erwartungen für 2026 noch spürbar eintrüben.

Dass das Destocking der Kunden so lange angedauert hat, kann man wohl kaum der abgewählten Ampelregierung anlasten, doch die Zufriedenheit der Unternehmen mit dem, was sich seit dem Regierungsstart der schwarz roten Koalition vor einem Jahr an den Rahmenbedingungen am Standort Deutschland verändert hat, hält sich, um es milde auszudrücken, in Grenzen. Es wurde zu viel in zu kurzer Zeit erwartet, so das Fazit der Diskussionsteilnehmer. Bleibt zu hoffen, dass die Reformen nun in diesem Jahr umgesetzt werden, und vor allem der Bürokratismus zurechtgestutzt wird.

Trumps Importzölle scheint die Branche ganz gut überstanden zu haben, »Made in Germany« hat speziell auch im Stromversorgungsbereich in den USA immer noch einen guten Namen, speziell wenn es um anspruchsvolle Anwendungen geht. Auch mit dem »New Rising Star« der Elektronikbranche, der Wehrtechnik, setzt sich die Branche intensiv auseinander. Einige haben bisher schon sporadisch und projektbezogen in diesen Anwendungsbereich geliefert, jetzt will man dieses Geschäftsfeld weiter ausbauen, unter anderem auch mit europäischem Bezug.

Beim Thema Verfügbarkeit kritischer Bauteile herrschte zum Zeitpunkt des Forums noch relative Normalität, »wir bekommen derzeit noch alles, was wir benötigen« so die Kernaussage. Allerdings mehren sich die Anzeichen, dass die Lieferzeiten länger werden, bislang nur ein paar Wochen, aber der Trend scheint eindeutig zu sein. Und auch wenn die deutschen und europäischen Stromversorgungsspezialisten kaum vom Bauboom der KI-Server-Zentren profitieren, beschäftigt sie doch die Frage, ob der KI- Boom in Kombination mit weiteren Stresstests der Supply-Chain, etwa durch die Auswirkungen des Irankrieges zu einem Versorgungsproblem für sie werden könnte.

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Herausforderungen in der Lieferkette, dass ist das, was die Diskussionsteilnehmer als Folgeerscheinung des Irankriegs für ihr Geschäft sehen. Zwar befürchten sie keine Verzögerungen um Wochen, aber doch die Frage, ob die gewünschten Teile und Produkte wirklich zum vereinbarten Termin kommen, oder nicht. Um solche Probleme zu vermeiden, beliefert Puls beispielsweise seine amerikanischen Kunden jetzt aus seinem Werk in China, trotz Importzöllen, »aber das ist zeitlich sicherer als der bisherige Lieferweg«. Auch wenn Lieferzeiten inzwischen etwas länger geworden sind, so warnen die Diskussionsteilnehmer doch vor einer Art „self-fullfilling prophecy“, wenn jetzt alle wieder aggressiv bestellen würden, um sich die Lager zu füllen, »landen wir wieder bei Versorgungsproblemen«.

Markt&Technik-Chefreporter Engelbert Hopf sprach Ende März mit Karsten Bier, CEO, Recom Gruppe, Bernhard Erdl, CEO, Puls-Gruppe, Hermann Püthe, Geschäftsführender Gesellschafter der inpotron Schaltnetzteile und Martin Tenhumberg, Managing Director DACH, Traco Power, über aktuelle Entwicklungen und Trends in der Stromversorgungsbranche der DACH-Region.

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