Für 60 Mio. Euro

Northvolt: Einigung mit Lyten zeichnet sich ab

22. Juni 2026, 07:57 Uhr | dpa
Schleswig-Holstein, Heide: Baustelle der Northvolt Drei Batteriezellenfabrik (Aufnahme mit einer Drohne). Der Batteriehersteller Northvolt hat in seiner schwedischen Heimat Insolvenz angemeldet.
© Christian Charisius/dpa

Lyten will auf dem früheren Northvolt-Gelände eine Batteriezellenfabrik errichten. Für die Übernahme wurde wohl ein Preis von rund 60 Millionen Euro vereinbart.

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Über die Zukunft der deutschen Vermögenswerte des insolventen schwedischen Batteriezellherstellers Northvolt gibt es offenbar eine Einigung. Das US-Start-up Lyten habe sich mit der staatlichen Förderbank KfW sowie mit Bund und dem Land Schleswig-Holstein darauf verständigt, für das Northvolt-Gelände bei Heide rund 60 Millionen Euro zu zahlen, berichtet der »Spiegel«.

Das deckt sich mit Informationen, die auch der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. Eine offizielle Bestätigung steht jedoch noch aus. »Die Landesregierung ist weiter in Gesprächen mit Lyten«, sagte ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums. In der kommenden Woche würden sich das Kabinett und an einem späteren Zeitpunkt zwei Landtagsausschüsse mit dem Thema befassen. Bis dahin werde sich die Regierung nicht zu dem Thema äußern.

Lyten plant auf dem Gelände bei Heide den Bau einer Batteriezellenfabrik, einer Batteriespeicherfertigung sowie eines Rechenzentrums. Statt der von Northvolt ursprünglich geplanten rund 3.000 Arbeitsplätze sollen jedoch nur etwa 1.000 Stellen entstehen.

Vor der Northvolt-Pleite hatte die staatlichen Förderbank KfW eine Wandelanleihe in Höhe von rund 600 Millionen herausgegeben. Bund und Land bürgten jeweils zur Hälfte. Sollte die Übernahme wie geplant zustande kommen, könnten Bund und Land nach bisherigen Informationen rund 153 Millionen Euro zurückerhalten. Der finanzielle Schaden Schleswig-Holsteins läge dann bei mehr als 200 Millionen Euro, dürfte jedoch durch den Grundstücksverkauf noch etwas sinken.

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