Für Industrie- und Medizinanwendungen

Erhöhte Zuverlässigkeit und Wirkungsgrade mit Nachfolgerserie PDA

9. Juli 2024, 09:30 Uhr | Engelbert Hopf
Cosel
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Cosel baut sein Angebotsspektrum im AC/DC-Bereich von 15 bis 100 W unter anderem durch die Nachfolgeserie PDA im Bereich Industriestromversorgungen und durch die zwei Produktfamilien umfassende WMA-Serie für den Einsatz in Medizintechnikapplikationen aus.

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Um bei der Realisierung der neuen PDA-Serie ein optimiertes Preis-Leistungs-Verhältnis bei gleichzeitig hohen Qualitätsstandards bieten zu können, haben sich die Cosel-Entwickler für eine quasiresonante Topologie mit einer begrenzten Anzahl von Komponenten entschieden – ein Schritt, der zu einer höheren Zuverlässigkeit führte. In ihren Abmessungen sind die neuen AC/DC-Netzteile zu 100 Prozent rückwärtskompatibel zur bekannten PBA-Serie, die nach 20 Jahren im weltweiten Einsatz nun ausläuft. Im ersten Schritt sind 15-, 30- und 50-W-Geräte der neuen Serie erhältlich; weitere Versionen sollen noch folgen. Mit einem Temperaturbereich von –20 bis +70 °C sind die Netzteile in einer Vielzahl von Anwendungen einsetzbar.

Die Varianten der PDA-Serie

Konzipiert für einen weltweiten Einsatz, arbeitet die PDA-Serie mit einem Eingangsspannungsbereich von 85 bis 264 V AC und erfüllt die Sicherheitsstandards mit einem Eingangsspannungsbereich von 100 bis 240 V AC (50/60 Hz). Zertifiziert sind die Netzteile nach UL/EN 62368-1. Lieferbar sind das PDA15F (15 W), PDA30F (30 W) und das PDA50F (50 W) in drei Ausgangsspannungsvarianten: 5, 12 oder 24 V DC. Es ist möglich, die Ausgangsspannung über ein eingebautes Potenziometer einzustellen.

Bei 230 V und Nennlast arbeitet die PDA-Serie mit einem Wirkungsgrad von bis zu 87,5 Prozent. Im Vergleich zur Vorgängerserie PBA beträgt der Effizienzgewinn der neuen Netzteile mehr als 5 Prozent – dadurch wird die Wärmeabgabe reduziert und in der Folge auch die Systemzuverlässigkeit erhöht. Zu den Standard-Features der Netzteile zählen eine Einschaltstrombegrenzung, ein Überstromschutz mit automatischem Wiederanlauf nach Beseitigung des Fehlers und ein Überspannungsschutz.

Auf einer optimierten Topologie basierend, erfüllen die Geräte der PDA-Serie auch ohne eingebauten aktiven PFC die Grenzwerte der IEC 61000-3-2 (Klasse A) vollständig. Einsetzbar im Temperaturbereich von –20 bis +70 °C, lassen sich die Geräte in beliebiger Ausrichtung montieren, wobei je nach Umgebungstemperatur und Einbaubedingungen eine Leistungsreduzierung erforderlich sein kann.

Cosel
Mit einer Bauhöhe von gerade einmal 30 mm bieten die Geräte der WMA-Serie Herstellern der medizinischen Industrie ein sehr schlankes Profil und Wirkungsgrade bis zu 91 Prozent.
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Zwischen Eingang und Ausgang weisen die Geräte eine Isolationsspannung von 3000 V AC auf sowie zwischen Eingang und Rahmenerdung (FG) von 2000 V AC. Zwischen Ausgang und Rahmenerdung ist es eine Spannung von 500 V AC. Untergebracht ist die PDA-Serie in Gehäusen aus verzinktem Stahlblech; optional ist eine Abdeckung erhältlich. Je nach Ausführung beträgt das Gewicht der Netzteile 180 g (ohne Abdeckung) im Fall des PDA15F und 330 g (ohne Abdeckung) bei der 50-W-Version PDA50F.

Neu ist die Medizintechnik-Applikationen

Ganz neu im Cosel-Produktkatalog ist die vor allem auf Medizintechnik-Applikationen ausgerichtete WMA-Serie. Sie umfasst die beiden Produktfamilien WMA-F und WMA-H und zeichnet sich neben ihrer geringen Bauhöhe vor allem durch hohe Wirkungsgrade aus. In der Geräteversion WMA-F sind die Netzteile mit einem universellen AC-Eingangsspannungsbereich von 85 bis 264 V ausgestattet. Erhältlich sind diese Geräte mit Ausgangsleistungen von 35, 75 und 100 W. Speziell für die Integration in medizinische Systeme auslegt ist die Produktfamilie WMA-H. Sie gibt es in zwei Leistungsstufen mit 150 und 350 W Ausgangsleistung und in zwei per Schalter wählbaren Eingangsspannungsbereichen.

Alle Geräte der WMA-Serie entsprechen den internationalen Sicherheitsstandards für hochwertige medizinische Anwendungen und bieten einen Isolationsgrad von 2MOPP (In/Out) und 1MOPP (In/FG). Die Modelle WMA-35-75-100F und WMA-150H sind für Konvektionskühlung optimiert, während das Modell WMA-350H einen Lüfter für zusätzliche Kühlung und Leistung in anspruchsvollen Anwendungen enthält.

Mit einer Bauhöhe von gerade einmal 30 mm bietet die WMA-Serie den Herstellern der medizinischen Industrie ein sehr schlankes Profil. Durch die Kombination einer standardisierten Plattform und bewährter Verfahren im Leistungs- und Wärmemanagement erreichen die Geräte der WMA-Serie hohe Wirkungsgrade von bis zu 91 Prozent. Da die WMA-Serie auch in industriellen Anwendungen wie etwa Halbleiterfertigungsanlagen einsetzbar ist, erfüllt sie die Anforderungen der SEMI F47 sowie die Anforderungen der Überspannungskategorie III für Festinstallationen.

WMA-Serie für fünf Modelle

Insgesamt umfasst die WMA-Serie fünf Modelle, die Leistungsbereiche von 35 bis 350 W abdecken. Dabei sind WMA35F, WMA75F, WMA100F und WMA150H in den drei Ausgangsspannungen 12 V, 24 V und 48 V erhältlich. Das Modell WMA35F gib es zudem noch mit 5 V Ausgangsspannung. Das leistungsstärkste WMA350H ist in vier Ausgangsspannungsvarianten mit 12, 24, 36 oder 48 V DC erhältlich. Bei allen Modellvarianten lässt sich die Ausgangsspannung mithilfe des eingebauten Potenziometers trimmen.

Während die Geräte der WMA-F-Familie mit einem universellen Eingangsbereich von 85 bis 264 V AC ausgestattet sind, lassen sich die für die Systemintegration konzipierten Modelle der WMA-H-Serie mit Eingangsbereichen von 85 bis 132 V AC und 170 bis 264 V AC betreiben, wobei die entsprechenden Bereiche per Schalter wählbar sind.

Zu den Standard-Features der Geräte der WMA-Serie zählen eine Einschaltstrombegrenzung sowie ein Überstrom- und Überspannungsschutz. Abhängig von der Art der Endmontage und den Kühlungsbedingungen kann bei den im Umgebungstemperaturbereich von –20 bis +70 °C einsetzbaren Netzteilen ein Leistungs-Derating erforderlich sein.

Die WMA35-75-100F-Geräte erfüllen die Anforderungen von IEC 61000-3-2 (KIasse A) vollständig mit einem passiven PFC. Im Gegensatz dazu wurden die Modelle WMA150-350H für Systeme mit integriertem Front-PFC entwickelt. Je nach Endanwendung kann eine externe Leistungsfaktorkorrektur erforderlich sein.

Aufgebaut auf einem Aluminiumchassis, sind die Netzteile der WMA-Serie von Gehäusen aus feuerverzinktem Stahlblech umgeben. Ihre Gewichte bewegen sich zwischen 200 g (WMA35F) und 800 g (WMA350H). Alle WMA-Geräte verfügen über eine Fünfjahresgarantie und entsprechen den europäischen RoHS- und Niederspannungsrichtlinien.

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