Neue Messe Lighting Technology

Externe F&E-Abteilung der Leuchtenindustrie

9. Oktober 2017, 12:30 Uhr | Markus Haller

Fortsetzung des Artikels von Teil 1

Anwendungsnahes Fachwissen in 40 Workshops

Klimkiewicz selbst ist Referent eines von insgesamt 40 Workshops auf der Lighting Technology und wird aufzeigen, dass LEDs mittlerweile auch für die Konstruktion von sehr lichtstarken Leuchtsystemen geeignet sind. Die dafür nötigen Ansätze galten lange Zeit als unwirtschaftlich. »Mit den neusten High-Power und Extreme-High-Power-LED-Generationen ist es nun aber möglich, hier interessante Innovationen zu realisieren.« Cree hat dabei die Bereiche industrielle Hallenbeleuchtung, Stadionbeleuchtung und Pflanzenbeleuchtung (Horticulture-Lighting) im Blick, die aktuell stark wachsen. »Der Workshop soll die Machbarkeit der drei genannten Bereiche anhand von Referenzdesigns aufzeigen und Anregungen bieten, wie nicht nur hier mit neuesten LED-Technologien Marktanforderungen bedient werden können«.

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Leiter des Workshop-Beirats: Prof. Dr.-Ing. Ulrich Kuipers von der Fachhochschule Südwestfalen sieht ein hohes Innovationspotenzial in der Lichttechni
Bild 4. Leiter des Workshop-Beirats: Prof. Dr.-Ing. Ulrich Kuipers von der Fachhochschule Südwestfalen sieht ein hohes Innovationspotenzial in der Lichttechnik, das er durch die Workshop-Arbeit fördern will.
© Ulrich Kuipers

Die Workshops bestehen aus einem halbstündigen Vortrag mit 15-minütiger Diskussionsrunde im Anschluss – ein verhältnismäßig großer Anteil. Es soll geredet werden. Die einzelnen Themen sind »entsprechend der Zielsetzung
der Lighting Technology sehr breit aufgestellt«, erklärt der Leiter des Workshop-Beirats Prof. Dr.-Ing. Ulrich Kuipers (Bild 4) von der Fachhochschule Südwestfalen. »Sie reichen von nichtvisuellen Lichteffekten auf den Menschen, wie melanopische Lichtwirkungen und Human Centric Lighting oder Flicker, über lichttechnische Komponenten wie LEDs, Aufbau- und Verbindungstechnik, Lichtlenkung, Sensoren, Kommunikations-komponenten für Smart Home und das Internet der Dinge, bis hin zu Beleuchtungssystementwicklungen.«

Lichtwirkung als Grundlage für moderne Leuchtenentwicklung

Innovationscharakter und Anwendungsbezug waren für den Beirat die wichtigsten Kriterien bei der Zusammenstellung des Programms. Für Kuipers, der selbst seit über 15 Jahren die Entwicklung im lichttechnischen Bereich aktiv begleitet, sind die Themenfelder um Human Centric Lighting ausgesprochen wichtig für die Entwicklung moderner Beleuchtungssysteme. Im Passagierflugverkehr ist die Technik bereits im Einsatz. Die Erstumsetzung geschah im Airbus A-350 durch das Lichtplanungsbüro Kardorff. Die Programmierung der Interieurbeleuchtung nach chronobiologischen Prinzipien und die gemachten Erfahrungswerte sind ein Teil des Workshops »Die Zukunft der Leuchte: reiner Lumenspender oder Datenkrake«, den passenderweise auch Gründer und Geschäftsführer Prof. Volker von Kardorff halten wird.
Mehrwert entsteht nicht nur durch neue Konzepte zur Lichtsteuerung. Genauso tragen die Weiterentwicklung der Leistungselektronik für Leuchten und eine geschickte Lichtlenkung dazu bei. Im Umfeld der LED-Beleuchtung muss die Leistungselektronik flickerfrei ausgelegt werden, was beim Dimmen noch immer eine Herausforderung ist. Entsprechend steht Flicker gleich in mehreren Workshops im Mittelpunkt.

Methoden zur maßgeschneiderten Lichtlenkung beeinflussen das Lichtbild und können dem Systementwickler außerdem mehr Freiheit bei der Konstruktion verschaffen. Beispielsweise lassen sich über mikrostrukturierte Lichtleiterfolien und -platten, die als Diffuser die LED-Punktlichtquellen zu homogenen Flächenstrahlern machen, sehr große Lichtaustrittsflächen mit sehr präziser Lichtlenkung herstellen. Das schafft neue Konstruktionsmöglickkeiten für LED-Flächenstrahler: Ihre Blendung reduziert sich, sie werden schlanker und benötigen weniger LEDs.

Für Entwickler eigentlich ein Muss

Gemessen am Messekonzept und dem Workshop-Programm können sich Entwickler der Lichtindustrie auf eine interessante, neue Veranstaltung freuen. Ein breites Angebot aus verschiedenen Fachgebieten und Vermittlung von Fachwissen mit hohem Praxisbezug stehen im Mittelpunkt. Mit Essen wurde auch ein gut erreichbarer Veranstaltungsort ausgewählt. Ob die Messe die hohe Erwartungshaltung erfüllen kann, wird sich im Oktober zeigen – die Elektronik wird vor Ort sein und berichten.

Kasten: Lighting Technology - kurz und bündig

Eine echte Fachmesse für Entwickler soll die Lighting Technology werden. Der Messeveranstalter hat dazu ein umfassendes Programm von 40 Workshops organisiert. Sie finden ganztägig über alle drei Messetage statt. Die Referenten stammen aus den Bereichen der Komponenten- und der Optikherstellung, der Verbindungstechnik, der Leuchtenleistungselektronik, der Prüflabore, der Lichtmesstechnik und der Systementwicklung.

  • Messeprofil: Fachmesse für Entwickler, Planer und Entscheider der Licht- und Beleuchtungstechnik
  • Themenschwerpunkt: Elektronische und optische Komponenten und Systeme für Beleuchtungstechnik sowie Lichtmesstechnik
  • Wann: 10.-12. Oktober 2017
  • Wo: Messezentrum Essen
  • Größe: Eine Hallenebene, mehr als 70 Aussteller
  • Workshops: ca. 40 Workshops, jeweils 45 Minuten

 


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