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Forschungsverbund Berlin

Berlin ist Forschungsstandort für UV-LEDs

Laserdioden vom FBH.
»Ostdeutschland wird Innovationsmotor bei wichtigen Zukunftsthemen«, sagte die Bundesministerin für Bildung und Forschung Johanna Wanka im Jahr 2013. Damals wurden zehn Projekte ausgewählt, die Fördermittel des Programms »Zwanzig20« erhalten sollten - mit dabei: Advanced UV for Life.
© FBH

Unter dem Namen »Advanced UV for Life« arbeiten aktuell 37 Partner aus Forschung und Industrie an der Weiterentwicklung der UV-LED-Technik. Dem in Berlin angesiedelten Konsortium stehen dafür 45 Mio. € vom Bundesministerium für Bildung und Forschung zur Verfügung.

Zwei Punkte stehen auf der Agenda des Berliner Konsortiums ganz oben: Der Ersatz heutiger meist auf Quecksilber basierter UV-Strahler durch UV-LEDs und die Erschließung neuer Anwendungsfelder für UV-LEDs. Dafür wird entlang der gesamten Wertschöpfungskette koordiniert geforscht und entwickelt. UV-Leuchtdioden für den UVB- (280 bis 320 nm) und UVC-Bereich (unter 280 nm) entwickelt das vom Forschungsverbund Berlin getragene Ferdinand-Braun-Institut, Leibniz-Institut für Höchstfrequenztechnik (FBH) – siehe Bild 1. Sie werden unter anderem zur Wasserdesinfektion, Hautbestrahlung oder in der Drucktechnik genutzt und können im Emissionsspektrum, der Ausgangsleistung und dem Chiplayout angepasst werden.

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UV-LEDs: Diode, Modul und Anwendung

UV-Diode zur Wasserdesinfektion vom FBH
© FBH
Wassergekühlte UV-Strahlungsquelle von OSA Opto Light.
© OSA Opto Light
REM-Aufnahmer einer mikrostrukturierten Schicht Photolack.
© micro resist technology

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Die messtechnische Charakterisierung der entwickelten UV-LEDs findet bei der sglux SolGel Technologies GmbH statt, die sich auf Messtechnik zur Vermessung von UV-Strahlung spezialisiert hat. Das Erfassen des Degradationsverhaltens unter kontrollierten Umwelteinflüssen ermöglicht eine gezielte Optimierung einzelner optischer Systemkomponenten.

Baugruppen, wie den UV-LED-Strahler OLM-021a (Bild 2), der für die Belichtung von photochemisch vernetzten Polystyrolen (Schichtdicke bis zu 10 mm) oder Druckfarben verwendet wird, stammen vom Forschungspartner OSA Opto Light.

Auf Anwender-Ebene entwickelt micro resist technology. Im Zuge des Forschungsprojekts führt das Unternehmen Machbarkeitsstudien über Mikrolithographie mit Hilfe von UV-LEDs durch, die neue Möglichkeiten der Bearbeitung von Negativ- und Positiv-Photoresisten ermöglichen. In Aussicht stehen vereinfachte Beleuchtungseinheiten und reduzierte Beleuchtungszeiten.


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