Schwerpunkte

Bericht aus der Praxis

Sensorik für High-End-Kaffeemaschinen

23. Oktober 2020, 13:13 Uhr   |  Nicole Wörner

Sensorik für High-End-Kaffeemaschinen
© Allengra

Allengra Ultrasonic Flow Meter für Kaffeevollautomaten

Über eine Entwicklungszeit von dreieinhalb Jahren hat der Kaffeemaschinen-Hersteller WMF in Zusammenarbeit mit Allengra an einem Ultraschall-Durchflusssensor für seine neueste Generation von Kaffeevollautomaten gearbeitet. Der Micro-Flow-Sensor ist vollgepackt mit smarter Technologie.

Wer eine Raststätte für einen kurzen Boxenstopp anfährt, um sich mit einem Kaffee wieder auf Touren zu bringen, der erwartet heute höchste Getränkequalität bei kurzer Wartezeit. Kaffeeautomaten für Verkäufsräume an Tankstellen brühen mehr als 250 Tassen pro Tag auf. Ihre Bedienung ist kinderleicht und sie bereiten jede der vielen verschiedenen Sorten schnell zu. Die Betreiber der Tankstellen und Raststätten achten bei der Anschaffung auf Wirtschaftlichkeit und Prozesssicherheit ebenso wie auf einen einfachen Reinigungsprozess und einen zuverlässigen Service durch den Hersteller.

Als bekannter Hersteller von Spezialitäten-Kaffeemaschinen ist WMF sprichwörtlich in aller Munde. In diesem heiß umkämpften Markt kann man nur mit Innovation und einem kontinuierlich offenen Ohr für die Wünsche seiner Kunden und Endnutzer bestehen.

Das Flaggschiff des Geislinger Kaffeemaschinenherstellers heißt WMF 9000 S+ und wurde speziell für den High Performance-Bereich entwickelt. Ein ausgeklügeltes Milchsystem bietet vier verschiedene Konsistenzen für Heißmilchschaum und bis zu drei Varianten für den Aufschlag kalten Milchschaums sowie heiße und kalte Milch.

Klein, präzise, stabil, schnelle Reaktionszeit, schnelle Temperaturmessung

Ein wichtiger Teil des Entwicklungsprozesses der neuen Kaffeemaschinen-Serie  war ein smarter Durchflusssensor, der in der Lage sein sollte, Kalt- und Heißwasser sowie Milch zuverlässig und hochgenau zu messen. Dabei sind die Bedingungen in einer Kaffeemaschine für einen Durchflusssensor nicht ideal. Der Berstdruck beträgt bis zu 32 bar, Temperaturen von bis zu 130°C mit Dampf sind nicht unüblich. Der Sensor muss also eine große Spanne an technischen Eigenschaften abdecken, um hier eingesetzt zu werden. Auch Chemikalien zum Säubern der Kaffeemaschine muss er dauerhaft trotzen. Gleichzeitig sollten seine Materialien beständig und für den Kontakt mit Lebensmittel geeignet sein. 
Das wichtigste Kriterium für WMF war der komplette Verzicht auf bewegte Teile im Durchflusssensor. Damit fielen Impeller und Vortex-basierte Sensoren von Anfang an aus. Dazu durfte er nur wenig Platz in der kompakten Kaffeemaschine einnehmen: inklusive Elektronik waren höchstens 70 mm x 30 mm bei einem Rohr-Anschluss von G3/8’’ vorgesehen. Zusammengefasst las sich der Wunschzettel von WMF so: klein, präzise, stabil, schnelle Reaktionszeit, schnelle Temperaturmessung und für Lebensmittel und Trinkwasser zugelassen. Auf dem Sensormarkt konnte WMF trotz ausführlicher Suche vorerst keinen Anbieter finden, der diese Eckdaten erfüllen konnte. 
 

Seite 1 von 3

1. Sensorik für High-End-Kaffeemaschinen
2. Flexibilität und Erfindungsgeist
3. Hohe Präzision, Erkennung kleinster Durchflüsse

Auf Facebook teilen Auf Twitter teilen Auf Linkedin teilen Via Mail teilen

Das könnte Sie auch interessieren

Verwandte Artikel

Allengra GmbH