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Gegen Weltraumschrott

Deutsches Start-up will Kollisionen im Orbit verhindern

Kristina Nikolaus, Mitgründerin von Okapi Orbits, steht im Technologiepark der Stadt Braunschweig. Nikolaus ist Mitgründerin von einem Start-up, das Kollisionen von Weltraumschrott verhindern will.
Kristina Nikolaus ist Mitgründerin und Geschäftsführerin des Start-ups Okapi Orbits, das Kollisionen von Weltraumschrott verhindern will.
© Swen Pförtner/dpa

Weltraumschrott wird zunehmend als Problem bezeichnet. Bei immer mehr Objekten im Orbit hinterlassen Kollisionen oft unzählige Trümmer. Eine kleine Braunschweiger Firma will helfen.

Kleines Team mit großer Aufgabe: Ein Braunschweiger Start-up will die Entstehung von noch mehr Weltraumschrott im All verhindern. »Wir räumen nicht auf, wir gucken, dass keine Kollisionen entstehen«, sagte die Geschäftsführerin von Okapi Orbits, Kristina Nikolaus, der Deutschen Presse-Agentur. Seit Ende 2018 gibt es die kleine Firma, die mit einer Software Satellitenbetreibern Navigationsempfehlungen gibt oder Manöver ausrechnet, damit es zu keinen Zusammenstößen kommt.

Mit der erst 27-jährigen Gründerin hat Okapi Orbits bereits Schlagzeilen gemacht. 2020 zählte das Wirtschaftsmagazin Forbes Nikolaus zu den 30 vielversprechendsten Persönlichkeiten unter 30 Jahren in Deutschland. Derzeit arbeite das elfköpfige Team in einem kleinen Büro ohne viel Schnickschnack, sagte Nikolaus. »Ein paar gute Computer, viel mehr nicht.« Die Firma solle ausgebaut werden.

Mit der Idee, gegen den zunehmenden Weltraumschrott vorzugehen, treffe das Unternehmen einen Zukunftsmarkt, sagte Carsten Wiedemann vom Institut für Raumfahrtsysteme in Braunschweig. Mehrere Anbieter versuchen, Weltraumschrott besser zu vermeiden. Der Chef des Bremer Raumfahrtkonzerns OHB, Marco Fuchs, sprach kürzlich von einer globalen Herausforderung.


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dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH