Videodaten, Bildgebung, Dokumentation und KI-Anwendungen müssen im Operationssaal zuverlässig zusammenwirken. Ozan Günaydin und Jannai Kolbe von Snke zeigen am 22. September in Stuttgart, wie eine Orchestrierungsschicht OP-Daten nutzbar macht – und wie technische Herausforderungen zu lösen sind.
Der Operationssaal erzeugt große Mengen wertvoller Daten. Doch damit aus Videoquellen, Bilddaten und klinischen Informationen tatsächlich nutzbare Erkenntnisse entstehen, müssen sie sicher, zuverlässig und mehr und mehr in Echtzeit zusammengeführt werden. Genau hier setzt Snke OS an: Die Plattform verknüpft Krankenhaus-IT, Patienten-Apps und zentrale Datenmodelle direkt mit dem jeweiligen OP.
Im Mittelpunkt stehen dabei die Snke-Edge-Geräte im Operationssaal. Sie werden mit medizinischen Videoquellen und Bildschirmen verbunden, erfassen Live-Videodaten für Dokumentation und Analyse und bringen zugleich verschiedene Serverapplikationen in den klinischen Arbeitsablauf. Ziel ist es, Ärzten und Klinik-Teams die Arbeit zu erleichtern, ohne zusätzliche Komplexität im ohnehin schon hochsensiblen OP-Umfeld zu schaffen.
Die Anwendungen reichen von der schrittweisen Anleitung klinischer Workflows inklusive automatisierter Dokumentation über die Visualisierung von Bilddaten bis zu Telepräsenz-Werkzeugen und Analyse-Dashboards. Letztere sollen helfen, Qualität transparent zu machen und Prozesse kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Ozan Günaydin und Jannai Kolbe beleuchten in ihrem Vortrag insbesondere das Zusammenspiel von Edge-Hardware und den daran angebundenen Anwendungen. Sie zeigen, wie sich eine Orchestrierungsschicht etablieren lässt, die unterschiedliche Datenquellen, Systeme und Dienste in einen durchgängigen OP-Workflow integriert.
Dabei stehen nicht allein Anwendungsszenarien im Vordergrund, sondern auch die technischen Voraussetzungen für einen praxistauglichen Einsatz. Dazu zählen das latenzarme Handling medizinischer Videosignale, die Anbindung von Systemen unterschiedlicher Drittanbieter, die sinnvolle Einbettung von KI-Funktionen sowie eine sichere Datenkommunikation.
Der Vortrag macht deutlich: Der Weg von der Datenerfassung hin zu klinischen Erkenntnissen verlangt mehr als leistungsfähige Software. Entscheidend ist eine Infrastruktur, die Daten dort verfügbar macht, wo sie benötigt werden – im OP, in Echtzeit und eingebettet in etablierte klinische Prozesse.
September in Stuttgart, Mövenpick Airport
Wer sollte teilnehmen? alle, die vernetzte Medizinprodukte entwickeln, betreiben oder deren Sicherheit verantworten.