Sommer-Edition: W-Kompakt Medizintechnik

18. August 2026, 8 Bilder
Ottobock wächst schneller als der Markt
© Ottobock

Ottobock wächst schneller als der Markt

Der Prothesenhersteller Ottobock hat im ersten Halbjahr 2026 seinen Umsatz und die Profitabilität deutlich gesteigert. Die Umsatzerlöse im Kerngeschäft kletterten um 7,7 Prozent auf 818,5 Millionen Euro, organisch wuchs der Konzern um 6,7 Prozent. Noch stärker legte die Profitabilität zu: Das bereinigte EBITDA im Kerngeschäft stieg um 18,1 Prozent auf 207,0 Millionen Euro, die Marge verbesserte sich um 2,2 Prozentpunkte auf 25,3 Prozent (H1 2025: 23,1 Prozent). Der bereinigte Konzerngewinn wuchs um fast ein Viertel auf 85,1 Millionen Euro.

Strategisch treibt Ottobock seine Portfolioerweiterung voran: Mit einer Investition in Blue Arbor Technologies steigt der Konzern in Mensch-Maschine-Schnittstellen ein, die Akquisition von Fesia Technology stärkt das Geschäft mit funktioneller Elektrostimulation. Gleichzeitig baut Ottobock sein Versorgungsnetzwerk in Norwegen aus und trennt sich im Zuge einer Portfoliobereinigung vom Rollstuhlgeschäft »Human Mobility«.

Regional zeigte sich ein gemischtes Bild: Während EMEA um 12,2 Prozent zulegte, schwächelte das Americas-Geschäft mit einem Rückgang von 5,1 Prozent – belastet vom schwachen US-Dollar, wobei sich das US-Geschäft organisch mit 4,0 Prozent Wachstum stabilisierte. APAC wuchs moderat um 1,0 Prozent.

CEO Oliver Jakobi zeigte sich zufrieden: »Wir blicken auf ein erfolgreiches erstes Halbjahr zurück, in dem wir uns durch starkes organisches Wachstum schneller als der Markt entwickelt haben.« Auf Basis der guten Entwicklung hob Ottobock seine Jahresprognose für 2026 an: Das Unternehmen erwartet nun ein organisches Umsatzwachstum von 6 bis 8 Prozent (zuvor 5 bis 8 Prozent) und eine EBITDA-Marge von über 27 Prozent (zuvor über 26,5 Prozent).