Akkus für Medizin-Wearables

Das Energiemanagement muss sich anpassen

22. Juni 2018, 9:00 Uhr | Michele Windsor (Ultralife)
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Fortsetzung des Artikels von Teil 2

Gerät und Nutzer zuverlässig schützen

Bei Akkus, die in Medizingeräten verwendet werden, spielt Sicherheit verständ­licherweise eine große Rolle. Dies gilt nicht nur im Hinblick auf ihre Zuverlässigkeit, sondern auch ihrer intensiven Nutzung. In der Vergangenheit haben Akkuausfälle wie bei Samsung im Jahr 2016 gezeigt, dass bei Verwendung von Li-Ionen-Zellen wirkungsvolle Abschaltseparatoren erforderlich sind, um den Benutzer des Geräts zu schützen. Hersteller sollten bei der Wahl des Akkus darauf achten, dass geeignete Sicherheitsmerkmale wie Abschaltseparatoren vorhanden sind. Hierbei handelt es sich um eine dünne, poröse Membran, die Anode und Kathode voneinander trennt und dennoch den Ionen-Transport in die Zelle zulässt. Der 9-V-Lithium-Akku von Ultralife beispielsweise enthält drei Zellen, die über einen internen Abschaltseparator verfügen. Falls die Innentemperatur übermäßig ansteigt, schließt der Separator die Poren des Akkus und schaltet ab. Dadurch wird der Benutzer des Geräts geschützt, der es möglicherweise beim Schlafen trägt. 

Da inzwischen immer häufiger me­d­i­zinische Überwachungssysteme als Wear­ables ausgeführt sind und die Geräte immer kleiner werden, gleichzeitig aber mehr Funktionen aufweisen, ist jeder Millimeter Platz von Bedeutung. Doch Hersteller von Medizingeräten dürfen bei der Entwicklung nicht außer Acht lassen, dass die Energie-Anforderungen zu den wichtigsten Faktoren gehören. Bei einem Gerät, das wenig Platz für einen Akku vorsieht, sollten Hersteller nicht erst bei der Fertigstellung auf den Akkuzulieferer zugehen. Denn dann ist es meistens bereits zu spät. Dieser kann zwar mit den zunehmend kleineren Akkus durchaus reagieren, aber nicht unbedingt den verfügbaren Platz optimal nutzen.

Der Wearable-Markt wächst und verändert sich kontinuierlich und wird zudem vielseitiger. Die Geräte spielen auch in der medizinischen Beratung zunehmend eine zentrale Rolle. Denn Patienten übernehmen immer häufiger die Verantwortung für die Überwachung ihres Gesundheitszustands, indem sie Wearables verwenden und ihren Arzt aufsuchen, wenn sie Anomalien bei ihren Daten feststellen. Damit die Stromversorgung des Geräts dabei so zuverlässig wie möglich ist, sollten OEMs den Akkuhersteller möglichst frühzeitig in den Entwicklungsprozess einbinden.


  1. Das Energiemanagement muss sich anpassen
  2. Neue Ansätze bei der Stromversorgung
  3. Gerät und Nutzer zuverlässig schützen

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