Dr. Peter Geiselhart, Feinmetall »Wir setzen weiterhin auf Kontinuität«

Der alte und der neue Feinmetall-Geschäftsführer: Wolfgang Bürkle (links) mit seinem Nachfolger Dr. Peter Geiselhart

2019 hat Dr. Peter Geiselhart die Geschäftsführung beim Herrenberger Prüf- und Kontaktierspezialisten Feinmetall übernommen. Er tritt in die Fußstapfen von Wolfgang Bürkle, der das Unternehmen 20 Jahre lang geleitet hatte.

Im Interview gibt Peter Geiselhart einen Einblick in den aktuellen Stand des Unternehmens und in die Zukunftspläne.

Markt&Technik: Herr Dr. Geiselhart, was haben Sie nach Ihrem Start als Geschäftsführer als Erstes getan?

Dr. Peter Geiselhart: Ich habe Feinmetall bereits seit 2017 als Mitglied des Beirates begleitet und war daher auf alle wichtigen Themen des Geschäftes gut vorbereitet. Nach meinem Eintritt habe ich mich zuerst auf die Kommunikation mit den Mitarbeitern konzentriert, um die Menschen und die internen Abläufe des Unternehmens besser zu verstehen.

Mitte der 1990er-Jahre waren Sie schon einmal bei Feinmetall. Was hat Sie bewogen, erneut bei Feinmetall einzusteigen, und was hat Sie an der neuen Aufgabe besonders gereizt?

Ja, ich war bereits 1995 und 1996 bei Feinmetall als technischer Leiter tätig. Damals übernahm Wolfgang Bürkle die Geschäftsführung und ich habe mich beruflich neu orientiert. Der Kontakt ist aber nicht abgerissen und ich habe mich sehr gefreut, als Wolfgang Bürkle mich 2016 gefragt hat, ob ich Interesse hätte, seine Nachfolge zu übernehmen. Da ich bis Ende 2018 noch unter Vertrag stand, beriefen mich die Gesellschafter der Feinmetall zur Vorbereitung des Wechsels in den Beirat der Firma. Feinmetall ist ein starker Player auf dem Markt. Mit der Digitalisierung eröffnen sich ganz neue Segmente – das ist eine Aufgabe, die mich außerordentlich reizt.

Worauf freuen Sie sich in Ihrer neuen Position am meisten?

Ich freue mich darauf, ein sehr gut positioniertes mittelständisches Unternehmen zu führen und weiterzuentwickeln. Im Gegensatz zu vielen Großunternehmen gibt es bei Feinmetall kurze Entscheidungswege, die schnelle Beschlüsse und Umsetzungen ermöglichen, auch die Nähe zu den Gesellschaftern ist überaus hilfreich.

Worin sehen Sie aktuell Ihre dringlichsten Aufgaben bei Feinmetall?

Feinmetall ist generell gut aufgestellt, international auf den wesentlichen Märkten vertreten und sehr gut mit den Kunden verdrahtet. Natürlich gibt es immer Möglichkeiten der weiteren Verbesserung. Mein besonderer Fokus liegt auf der konsequenten Erweiterung des Produktportfolios.

Sie haben die Nachfolge von Wolfgang Bürkle angetreten, der das Unternehmen in den vergangenen 20 Jahren geführt hat. Auf welche Änderungen müssen sich die Kunden nun einstellen?

Feinmetall ist sehr gut im Markt vertreten und genießt das Vertrauen vieler wichtiger Kunden. Diese engen Kundenbeziehungen sind mir sehr wichtig, weil sie der Schlüssel zum Erfolg sind. Diese Kundenbeziehungen will ich ausbauen. Insbesondere geht es mir darum, neue Anforderungen unserer Kunden noch besser zu verstehen. Nur wer die Anwendungen der Kunden versteht, der ist in der Lage, die richtigen Prüflösungen zu entwickeln und anzubieten. Insofern setzen wir auf Kontinuität. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit unseren Kunden eine Innovationspartnerschaft aufzubauen – mit neuen Produkten und exzellentem Service.