Die Europäische Weltraumorganisation ESA hat Keysight mit der Leitung eines dreijährigen Entwicklungsprogramms für nicht-terrestrische 5G-Netzwerke (NTN) beauftragt. Blockchain, KI und ML sollen die Sicherheit nicht-terrestrischer 5G- und 6G-Netze erhöhen.
Gemeinsam mit Sateliot soll Keysight ein Blockchain-basiertes Framework entwickeln, das Anomalien erkennt und die Vertrauenswürdigkeit von Satellitenkommunikation verbessert. Das Vorhaben ist Teil der ESA-Strategielinie „Space for 5G/6G & Sustainable Connectivity“ im Rahmen des ARTES-Programms.
Mit der zunehmenden Einbindung von Satelliten in 5G- und künftige 6G-Netze steigen die Anforderungen an Sicherheit, Servicequalität und den zuverlässigen Betrieb. Im Projekt untersucht Keysight, wie Blockchain, Künstliche Intelligenz, Machine Learning und digitale Kalibrierungszertifikate entlang des gesamten Lebenszyklus eines Satelliten eingesetzt werden können – von der Fertigung und Kalibrierung über den Betrieb im Orbit bis zur Bereitstellung von Kommunikationsdiensten.
Sateliot unterstützt die technischen Entwicklungen und die Integration der Technologien in eine Satellitenmission. Ziel ist ein überprüfbares Trust-Framework, das autonome, KI-gestützte Netzbetriebsmodelle unterstützt.
Im Verlauf des Programms sollen die entwickelten Verfahren schrittweise von Laborversuchen über Prototypen bis zu einer Demonstration im Orbit weiterentwickelt werden. Dabei stehen Blockchain-basierte Vertrauensmechanismen, die autonome Erkennung von Anomalien und eine sichere Telemetrie im Fokus.
Nach Angaben der ESA soll das Projekt die Integrität und Zuverlässigkeit weltraumgestützter IoT-, 5G- und zukünftiger 6G-Kommunikation verbessern und den Schutz vor Spoofing, Manipulationen und weiteren Cyberbedrohungen stärken. Zudem soll das Programm als Grundlage für künftige europäische Aktivitäten im Bereich nicht-terrestrischer Kommunikationsnetze dienen.