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'Corona-Helden'

Das verdient man in systemrelevanten Berufen

23. April 2020, 09:39 Uhr   |  Corinne Schindlbeck

Das verdient man in systemrelevanten Berufen
© Bild: Adobe Stock

Eine Analyse von Gehalt.de bestätigt die Annahme, dass viele systemrelevante Berufe vergleichsweise wenig verdienen. Mit 52.100 Euro an der Spitze der Skala: Ingenieure für Biotechnologie.

Systemrelevante Berufsgruppen wie Pflegepersonal oder Ärzte sind aufgrund der Corona-Pandemie aktuell stark im Fokus der Öffentlichkeit. Einige Beschäftigte – zum Beispiel in Laboren, in der Gebäudereinigung oder in der Logistik – agieren vielmehr im Hintergrund und sind laut öffentlicher Leitlinien ebenfalls systemrelevant.

Die Analysten der Vergleichsplattform Gehalt.de haben anhand von 19.659 Datensätzen die Einkommen dieser ‚versteckten‘ Beschäftigten untersucht. Das Ergebnis: Die Vergütung ist oftmals vergleichsweise gering.

In diesem Ranking beziehen Ingenieure in der Biotechnologie mit 52.100 Euro das höchste Einkommen. Medizinisch-technische Laboratoriumsassistenten (35.100 Euro) und Laboranten (38.800 Euro) verdienen deutlich weniger. Diese Fachkräfte testen auf Krankheitserreger und forschen in Laboren, was aktuell für die Eindämmung des Virus essentiell ist.

Produktionshelfer (28.200 Euro) beziehen das niedrigste Gehalt in dieser Auswertung. Sie sichern die Produktion und den Transport von Waren. Logistiker organisieren ebenfalls Lieferketten – für ein Jahresgehalt von rund 33.100 Euro. Hafenarbeiter (30.400 Euro) und Lageristen (30.300 Euro) verdienen etwas weniger. Zum Vergleich: Das Jahresgehalt von Fachkräften in Deutschland beträgt im Median rund 43.200 Euro im Jahr. Reinigungskräfte belegen mit 28.900 Euro im Jahr den vorletzten Platz der Erhebung.

Netzwerkadministratoren gewährleisten das Arbeiten im Homeoffice

Netzwerkadministratoren ermöglichen aktuell für viele Beschäftigte das Arbeiten im Homeoffice. Diese beziehen rund 43.200 Euro im Jahr. Auch Elektroniker können ihre Arbeit nicht niederlegen. Ihr Jahreseinkommen liegt bei rund 39.400 Euro.

Darüber hinaus setzen auch Sozialarbeiter ihre Tätigkeit fort, um Bedürftige im Alltag weiterhin zu unterstützen. Hierfür erhalten sie rund 39.700 Euro im Jahr. Hebammen und Entbindungspfleger müssen ebenfalls unter erschwerten Bedingungen Mütter und Neugeborene betreuen. Ihr Gehalt liegt bei 38.600 Euro.

Neben Polizisten kommen auch vermehrt Sicherheitskräfte zum Einsatz. Beide Berufsgruppen beziehen tarifgebundene Gehälter. So auch Sachbearbeiter in Jobcentern oder Krankenkassen sowie Beschäftigte im öffentlichen Nah- und Fernverkehr.

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