Sony und TSMC konkretisieren ihre Zusammenarbeit bei Bildsensoren: Ein neues Joint Venture in Japan soll ab 2029 Smartphone-Bildsensoren mit fortschrittlichen Fertigungsprozessen in Serie produzieren. Sony und TSMC investieren dafür zusammen rund 747 Milliarden Yen.
Sony Semiconductor Solutions und TSMC haben eine verbindliche Vereinbarung zur Gründung eines Joint Ventures für Bildsensoren der nächsten Generation geschlossen. Das neue Unternehmen mit dem Namen »Advanced Vision Semiconductor Manufacturing« soll seinen Sitz in Koshi City in der japanischen Präfektur Kumamoto haben. Geplant ist, dort Bildsensoren für Smartphones auf Basis fortschrittlicher Fertigungsprozesse zu entwickeln und in großen Stückzahlen herzustellen. Der Start der Serienproduktion ist für 2029 vorgesehen.
Sony wird alleiniger Mehrheits- und kontrollierender Anteilseigner des Joint Ventures, das als konsolidierte Tochtergesellschaft der Sony Group geführt werden soll. Auch der Representative Director, der das Unternehmen nach außen vertritt, soll von Sony ernannt werden.
Für das Gemeinschaftsunternehmen plant Sony Investitionen von rund 465 Milliarden Yen. Diese sollen zum einen als Bareinlage und zum anderen durch die Übertragung von Vermögenswerten im Rahmen einer Unternehmensabspaltung erfolgen. Dazu gehört insbesondere die von Sony neu errichtete und bereits finanzierte Halbleiterfabrik in Koshi City. TSMC will rund 282 Milliarden Yen in bar beisteuern. Die Kapitaleinlagen sollen schrittweise erfolgen und sich unter anderem nach der Marktnachfrage und den jeweiligen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen richten.
Zusätzlich zu den Investitionen von Sony und TSMC sind weitere Mittel erforderlich, um die geplanten Fertigungskapazitäten aufzubauen. Bei den entsprechenden Planungen gehen die Unternehmen davon aus, hierfür Unterstützung von der japanischen Regierung zu erhalten.
Die Aufgaben innerhalb der Partnerschaft sind klar verteilt: Sony soll die führende Rolle bei der Entwicklung der grundlegenden Bildsensortechnologien sowie bei Produktplanung und Produktdesign übernehmen. Das Joint Venture wiederum soll TSMCs fortschrittliche Prozesstechnologien und Fertigungskompetenz nutzen, um die für die Serienproduktion erforderlichen Entwicklungs- und Fertigungsprozesse aufzubauen.
Mit der Zusammenarbeit wollen Sony und TSMC die Markteinführung neuer, an den Anforderungen der Kunden ausgerichteter Bildsensoren beschleunigen, gleichzeitig die Technologie weiterentwickeln und die Fertigungskapazitäten ausbauen.
Die Gründung des Joint Ventures und der Abschluss der Transaktion stehen noch unter dem Vorbehalt der erforderlichen behördlichen Genehmigungen sowie weiterer üblicher Abschlussbedingungen.
Die jetzt geschlossene verbindliche Vereinbarung konkretisiert eine bereits im Mai angekündigte Zusammenarbeit. Am 8. Mai 2026 hatten Sony Semiconductor Solutions und TSMC zunächst eine vorläufige Vereinbarung über eine strategische Partnerschaft für Bildsensoren der nächsten Generation bekannt gegeben.