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Fraunhofer eröffnet neues Institut

06. Dezember 2019, 12:14 Uhr   |  Tobias Schlichtmeier

Fraunhofer eröffnet neues Institut
© Amory Salzmann | Fraunhofer IKS

Überreichung der Förderurkunde (v.l.n.r.): TUM-Präsident Hofmann, Leiterin Organisationsstrategie und Administration am Fraunhofer IKS Sickinger, Ministerpräsident Söder, Wirtschaftsminister Aiwanger und Institutsleiter Mario Trapp.

Kürzlich ist in München das neue Fraunhofer Institut für kognitive Systeme IKS eröffnet worden. Mit dem Forschungszentrum will der Freistaat die Absicherung der künstlichen Intelligenz vorantreiben.

Das Institut geht aus dem bisherigen Fraunhofer Institut für Eingebettete Systeme und Kommunikationstechnik ESK hervor. Es soll zukünftig zentraler Bestandteil des Kompetenznetzwerks »Künstliche Maschinelle Intelligenz« sein. Mit dem Kompetenznetzwerk will Bayern zur einer der führenden Regionen für künstliche maschinelle Intelligenz aufsteigen. Der Fraunhofer Gesellschaft kommt dabei eine führende Rolle zu.

Unter dem Slogan »Safe Intelligence« eröffneten Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder, Staatsminister Hubert Aiwanger und der Präsident der Fraunhofer Gesellschaft, Prof. Raimund Neugebauer, am 3. Dezember das Fraunhofer Institut IKS. Für die Arbeit des neuen Forschungszentrums entstehen außerdem sechs neue Professuren.

KI entscheidend für wirtschaftliche Zukunft

Das neue Institut beschäftigt sich insbesondere mit der Forschung an kognitiven Systemen, dem autonomen Fahren, künstlicher Intelligenz (KI) und maschinellem Lernen sowie Industrie 4.0. So wollen die Wissenschaftler dazu beitragen, KI zuverlässiger und sicherer zu machen. Laut Neugebauer sind Entwicklungen auf Basis von KI entscheidend für die wirtschaftliche Zukunft und die Positionierung im internationalen Wettbewerb. Eine zentrale Voraussetzung, um die neuen Technologien erfolgreich in die Anwendung und den Markt zu überführen sei das Vertrauen in Sicherheit. Des Weiteren wollen die Experten im neuen Institut helfen, Embedded-Systeme erweiterbar und ausfallsicher zu entwickeln sowie Industrie 4.0-Anwendungen flexibler zu gestalten.

Kompetenznetzwerk KI

Mit dem neuen Kompetenznetzwerk »Künstliche Maschinelle Intelligenz« will Bayern die Brücke zwischen Grundlagen- und Anwendungsforschung schlagen. Zunächst liegt der Forschungsschwerpunkt auf dem Entwickeln kognitiver Systeme, resilienter KI sowie KI für autonome Systeme. Neben der TUM und der LMU ergänzen weitere Partner aus der Region das Forschungsnetzwerk.

Forschen an Cybersicherheit

Neben dem neuen Institut in Bayern stärkt Fraunhofer seine Forschungsarbeit im Bereich Cybersicherheit. Hierzu wurde das neue »Nationale Forschungszentrum für angewandte Cybersicherheit ATHENE« in Darmstadt eröffnet. Bundesforschungsministerin Anja Karliczek und die hessische Wissenschaftsministerin Angela Dorn besuchten das neue Forschungszentrum anlässlich der Eröffnung. Am neuen Zentrum forschen Experten aus den Fraunhofer Instituten für sichere Informationstechnologie SIT und graphische Datenverarbeitung IGD zusammen mit Wissenschaftlern der technischen Universität Darmstadt und der Hochschule Darmstadt an Themen rund um IT-Sicherheit.

Die hessische Wissenschaftsministerin Angela Dorn, der Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft Prof. Reimund Neugebauer und Bundesforschungsministerin Anja Karliczek bei der Eröffnung des nationalen Forschungszentrums für angewandte Cybersicherheit ATH
© Hans-Joachim Rickel | BMBF

Die hessische Wissenschaftsministerin Angela Dorn, der Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft Prof. Reimund Neugebauer und Bundesforschungsministerin Anja Karliczek bei der Eröffnung des nationalen Forschungszentrums für angewandte Cybersicherheit ATHENE (v.l.n.r.).

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