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Entwicklertagebuch Eintrag 2

Das Mustergerät

Die Embedded-Spezialisten von Syslogic stellen sich einer kniffligen Retrofit-Herausforderung und wollen innerhalb von nur wenigen Wochen Ersatz liefern. Ein »Entwicklertagebuch« begleitet das Projekt. Heute: Das erste Muster.

Dr. Ivo Trajkovic ist Software-Ingenieur bei Syslogic. Um die MS-DOS-Software auf den modernen Rechnern zum Laufen zu bringen, installiert er auf dem Linux-Betriebssystem eine Virtual Machine.
Dr. Ivo Trajkovic ist Software-Ingenieur bei Syslogic. Um die MS-DOS-Software auf den modernen Rechnern zum Laufen zu bringen, installiert er auf dem Linux-Betriebssystem eine Virtual Machine.

Die Kern AG hat sich für Syslogic entschieden. Innerhalb kurzer Zeit sind die abgekündigten Panel-PCs durch neue zu ersetzen. Um den straffen Zeitplan einzuhalten, machen sich die Syslogic Soft- und Hardware-Ingenieure umgehend daran, ein Testgerät aufzusetzen. Als Basis dafür dient ein herkömmliches 15-Zoll-Aufbau-Panel-PC aus der PCT-Serie (Projektiv-Kapazitiv-Touch-Panel-Serie). Als Rechner setzt Syslogic auf den eigenen »IPC/Compact7«, der mit seinem Atom-Prozessor die gute Plattform für Linux-Anwendungen ist.

Die Herausforderung besteht allerdings darin, die in die Jahre gekommene Steuerungssoftware auf den modernen Geräten zum Laufen zu bringen. In der Entwicklungsabteilung entscheidet man sich für ein Linux-Betriebssystem als Basis. Über eine Virtual Machine wird die passende Laufzeitumgebung für die DOS- oder Windows-NT-Anwendung geschaffen. Dr. Ivo Trajkovic, Software-Ingenieur bei Syslogic, erklärt: »Diesen Ansatz haben wir bereits bei zahlreichen Retrofit-Projekten erfolgreich erprobt.«

 

Ein Standard-Panel-PC aus der PCT-Serie (Projektiv-Kapazitiv-Touch-Panel-Serie) wird mit einer provisorischen Test-Software bestückt.
Ein Standard-Panel-PC aus der PCT-Serie (Projektiv-Kapazitiv-Touch-Panel-Serie) wird mit einer provisorischen Test-Software bestückt.

Nach der Installation der Virtual Machine bedarf es noch Detailarbeit. Trajkovic passt den Linux-Kernel an und stimmt den Touch Controller, die seriellen Schnittstellen sowie die grafische Oberfläche auf die Software ab. Dadurch erreicht er, dass die Kern-Software stabil funktioniert. Anschließend wird das Gerät zu Kern geliefert, um es dort an den verschiedenen Maschinentypen zu prüfen.

Lesen Sie im nächsten Eintrag des Entwicklertagebuchs, wie der erste Panel-PC bei Kern getestet wird. 

Alle Einträge des Entwicklertagebuchs:

1: Die Kundenanfrage
2: Entwicklung eines Testgeräts in wenigen Tagen
3: Der erste Panel-PC wird bei Kern getestet
4: Der erste Prototyp des neuen Kern-Panels entsteht
5. Der Prototyp wird gefertigt
6. Die Serienfertigung

 

 

Entwicklertagebuch Syslogic

Die Kuvertiermaschine »K3500« von Kern schafft bis zu 24.000 Kuvertierungen pro Stunde.
Der von der Kern AG eingesetzte Touch-Computer wurde Mitte 2012 abgekündigt. Der Ersatz muss vollständig kompatibel zur bestehenden Software sein.
Mit dem Touch-Computer wird die Kuvertiermaschine »K3500« gesteuert - sie schafft bis zu 24.000 Kuvertierungen pro Stunde.

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