Fertigungsprozess vorab prüfen

»Einzigartig in der Branche«

23. Dezember 2021, 12:31 Uhr | Markus Haller
Im 460 m² großen Technology Center werden an einer SMT-Linie Fertigungsprozesse nachgebildet und analysiert.
Im 460 m² großen Technology Center werden an einer SMT-Linie Fertigungsprozesse nachgebildet und analysiert.
© Rehm Thermal Systems

Vor der Serienfertigung mit Applikationsspezialisten den Fertigungsprozess optimieren – ohne dabei die eigenen Anlagen zu blockieren. Diesen Service bietet Rehm an und sieht sich damit als Vorreiter.

Das Technology Center von Rehm Thermal Systems ist 460 m² groß. Ein Teil davon füllt eine vollstände SMT‐Fertigungslinie, angefangen beim Pastendrucker über Bestücker bis hin zu den unterschiedlichen Reflow‐Lötsystemen Konvektion, Kondensation und Kontaktlöten. Hinzu kommt noch eine Beschichtungslinie zum Auftragen und Aushärten von Schutzlacken für Baugruppen. »Unsere Kunden kommen mit einem Anwendungsfall auf uns zu. Die SMT‐Fertigungslinie gibt uns dann die Chance, detailliert den Prozess zu beobachten und die Parameter entsprechend festzulegen«, sagt Helmut Öttl. Der Leiter des Bereichs Prozessentwicklung und Applikation arbeitet mit vier weiteren Applikationsspezialisten im Technology Center. Die dort angebotene Prozessanalyse ist u.a. für Kunden interessant, die dafür ihre eigene SMT-Fertigungslinie nicht blockieren wollen. »Wir bestimmen, ob ein Konvektions‐ oder Kondensationslötverfahren mit oder ohne Vakuumprozess das passende für die entsprechende Anwendung und Baugruppe ist«, skizziert Ottl. »Damit vermeiden wir schon im Voraus mögliche Serienfehler in der Produktion und setzen damit neue Maßstäbe – dieser Service ist einzigartig in der Branche.«

Die SMT-Anlage wird auch für den technischen Support von Kunden genutzt. Treten beim Lötprozess wiederholt Probleme wie Voids oder Lunker auf, lässt sich der Prozess im Technology Center nachbilden und analysieren.

Prototypen- und Kleinserienfertigung auslagern

An der Fertigungslinie werden auch Kundenaufträge für Kleinserien und Prototypen angenommen. So wird die Produktentwicklung beim Kunden entlastet und die Großserienfertigung nicht durch Aufträge mit kleinen Losgrößen unterbrochen. Prozessanalysen werden auch an den Fertigungslinien von Kunden angeboten. Vor allem bei Kunden außerhalb von Europa ist das laut Öttl das Standardvorgehen, weil es viel Zeit und Kommunikationsaufwand spare.


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