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Zuhause programmieren für die ISS

Fraunhofer IAIS verschenkt 2000 Mini-Computer an Kinder in NRW

20. April 2020, 11:22 Uhr   |  Selina Doulah

Fraunhofer IAIS verschenkt 2000 Mini-Computer an Kinder in NRW
© Deutsches Museum Bonn/ Lichtenscheidt

Bereits ab der Grundschule können Mädchen und Jungen den »Calliope mini« spielerisch auf der Open-Source-Plattform Open Roberta programmieren.

2000 Calliope Mini-Computer stehen ab sofort interessierten Familien und digitalen Klassen in Nordrhein-Westfalen zum Programmieren auf der Fraunhofer-Plattform »Open Roberta« zur Verfügung. So können junge SchülerInnen auch im Home-Schooling praxisnah lernen.

Die Notwendigkeit und Chancen der Digitalisierung werden in Zeiten von Corona immer deutlicher. Lehrkräfte, SchülerInnen und auch Eltern sind vermehrt auf digitale Lernmittel angewiesen. Mit »Roberta4Home« unterstützt das Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme (IAIS) gemeinsam mit der Kompetenzplattform »KI.NRW« des Landes Nordrhein-Westfalen Menschen beim Lehren und Lernen in den eigenen vier Wänden. Dafür stehen 2000 Calliope-Mini-Computer Familien und digitalen Klassen aus NRW zum Programmieren auf der Plattform »Open Roberta« zur Verfügung.

Die beste Idee fliegt mit auf die ISS

Die Schulen sind geschlossen, doch das Lernen geht weiter. Nicht nur Erwachsene nutzen im Homeoffice vermehrt digitale Medien – auch Kinder und Jugendliche steigen, von Lern-Apps bis virtuellen Turnstunden, neu in die digitale Welt ein. Mit dem Projekt »Roberta4Home« verfolgt die Roberta-Initiative des Fraunhofer IAIS in Zusammenarbeit mit der Kompetenzplattform KI.NRW ein gemeinsames Ziel: Möglichst viele SchülerInnen sollen zuhause hands-on programmieren lernen können. Dafür spendet das Fraunhofer IAIS 2000 Calliope-Mini-Computer an Familien und Grundschullehrkräfte in NRW. Interessierte können sich ab sofort online für einen Mini-Computer bewerben.

Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie (MWIDE) des Landes Nordrhein-Westfalen, unterstützt das Projekt als Schirmherr: »Digitale Lernkonzepte bieten tolle Möglichkeiten, um auch während der vorübergehenden Schulschließung spielerisch die Welt zu entdecken und Schlüsselkompetenzen aufzubauen. Ich begrüße es deshalb sehr, dass Roberta4Home Hardware bereitstellt, damit Mädchen und Jungen in den eigenen vier Wänden das Programmieren erlernen können. Das Projekt Code4Space, bei dem die beste Idee mit auf die Internationale Raumstation ISS fliegen kann, ist ein einmaliger Anreiz für alle Kinder, gerade jetzt mit dem Coden zu beginnen.«

Programmier-Ideen entwickeln

Mit dem Projekt knüpft das Fraunhofer IAIS an den Grundschulwettbewerb »Code4Space« an, den das Institut im März gemeinsam mit der Stiftung erste »deutsche Astronautin« gestartet hat. Im Rahmen des Wettbewerbs können Kinder aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ihre eigenen Programmier-Experimente mit dem Calliope Mini für den Einsatz im Weltraum entwickeln. Die Open-Source-Programmierplattform »Open Roberta« von Fraunhofer IAIS ermöglicht Teilnehmenden einen kinderleichten Einstieg ins Coden. Die beste Wettbewerbsidee fliegt mit Unterstützung der Google-Zukunftswerkstatt zur Internationalen Raumstation ISS.

Roberta4Home bietet jetzt die Chance, einen Calliope Mini kostenfrei zu erhalten, um damit zuhause programmieren zu lernen. »Eltern oder Lehrkräfte überlegen gemeinsam mit ihren Grundschulkindern (ab Klasse 2), gern auch in virtuellen Teams mit Freunden oder Geschwistern, was sie mit einem Mini-Computer zuhause, in ihrer Schule, in der Natur oder sogar für das Weltall programmieren wollen«, erklärt Thorsten Leimbach, Leiter der Roberta-Initiative. »Die Ideen können einfach als Video, Fotos, Zeichnung oder Beschreibung in Textform über ein Online-Formular eingereicht werden. Die ersten 2000 Einsendungen bekommen je einen Calliope Mini nach Hause und können dann direkt mit dem Programmieren loslegen.«

Weitere Unterstützer gesucht

Nach dem Start von Roberta4Home plant das Fraunhofer IAIS, das Programm mit weiteren Themenschwerpunkten fortzusetzen und bundesweit zu verankern. Das Roberta-Konzept der Initiative bietet entsprechend des Leitprinzips »Lebenslanges digitales Lernen« auch Inhalte für Kinder und Jugendliche bis Sekundarstufe II sowie für Auszubildende und Mitarbeitende bis ins Management. »Gemeinsam mit PartnerInnen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft wollen wir im Rahmen von Roberta4Home fortlaufend Aktionen initiieren, die auch ältere Zielgruppen ansprechen, motivieren und befähigen, Kenntnisse im Bereich Programmierung und digitale Kompetenzen aufzubauen«, sagt Thorsten Leimbach. »Wir laden Sie ein: Stärken Sie mit uns eine Generation, die unsere digitale Welt nicht nur nutzen, sondern sie aktiv mitgestalten will!«

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