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Omnimate 4.0 bietet eine neuartige Anschlusstechnik

28. September 2020, 14:00 Uhr   |  Ralf Higgelke

Omnimate 4.0 bietet eine neuartige Anschlusstechnik
© Weidmüller

Als modulares System soll Omnimate 4.0 von Weidmüller den Anwendern völlig neue Kombinationsmöglichkeiten bei der Geräteanschlusstechnik bieten. Neu ist auch die Anschlusstechnik Snap-in, die die nächste Evolutionsstufe nach Push-in darstellt.

Kleiner, leistungsfähiger und sicherer in ihrer Anwendung – das sind die treibenden Kräfte bei der Entwicklung elektrische Geräte. Hinzu kommen noch immer kürzere Entwicklungszyklen sowie die fortschreitende digitale Transformation in der Industrie. All das stellt die Gerätehersteller vor großen Herausforderungen, die es gilt, mit der richtigen Geräteanschlusstechnik zu lösen.

Mit dem modularen Produktkonzept Omnimate 4.0 geht Weidmüller bei der Geräteanschlusstechnik den Weg ins Industrial Internet of Things (IIoT). Über eine einfache Auswahl mit Hilfe des Weidmüller Configurators (WMC) können langfristig nahezu alle Kombinationen für Signal-, Power-, Daten- oder sogar hybride und »intelligente« Schnittstellen geschaffen werden. Dabei erfolgt die interne Zusammenführung der Einzelscheiben derart schnell, dass der Versand in wenigen Tagen erfolgt, selbst für individualisierte Produkte und das vom Einzelmuster bis zu der Serienbestellung.

Im Grundaufbau sind die neuen Steckverbinder als vorgefertigte Einzelscheiben konstruiert, sodass der Anwender diese Scheiben vielfältig und flexibel zusammenstellen kann. So stehen die Steckverbinder von der Polzahl Zwei bis Zwölf und ab der Losgröße Eins zur Verfügung. Je nach Anwendung und Bedarf des Geräteentwicklers wird der Steckverbinder kundenindividuell geplant und gefertigt – einfach konfiguriert über den Weidmüller Configurator, der sich nahtlos in den digitalen Kundenprozess integrieren lässt.

Snap-in-Anschlusstechnik

Erstmalig kommt in Gerätesteckverbindern die neuartige Snap-in-Anschlusstechnik zum Einsatz. Damit lassen sich flexible, feindrähtige Leiter, ohne aufgecrimpte Aderendhülsen in die offene Anschlussstelle einstecken – und das ohne jegliches Öffnen der Klemmstelle (Wire ready). Es klickt hörbar, und schon ist eine sichere Verbindung hergestellt. Neben der akustischen Bestätigung zeigt der nach außen springende Visual-Safety-Indicator den sicheren Anschluss des Leiters optisch an. Ein Werkzeug ist nicht notwendig. Die Verbindung widersteht selbst schwierigen Umgebungsbedingungen mit starken Erschütterungen und Vibrationen.

Video: Omnimate 4.0 mit Snap-in-Anschlusstechnik

Durch einfaches manuelles Betätigen des Hebels lässt sich die Anschlussstelle wieder öffnen und der angeschlossene Leiter kann entnommen werden. Zeitgleich bewegt sich der Visual-Safety-Indicator dadurch zurück in seine Ursprungsposition. Der Anschluss ist wieder einsatzbereit.

Die Leiterplattensteckverbinder der Serie Omnimate 4.0 besitzen alle relevanten und gängigen Zulassungen gemäß IEC 61984 und UL 1059 für industrielle Anwendungen. Je nach Verschmutzungsgrad und Überspannungskategorie können mit dem ersten verfügbaren Portfolio im Raster 5,00 mm Spannungen bis 400 V abgedeckt werden, bei Leitungsquerschnitten zwischen 0,75 mm² bis 2,50 mm². Die dazugehörigen Stiftleisten sind ebenfalls modular aufgebaut und erfüllen das nötige Maß an Koplanarität der Stifte für einen automatischen Bestückungsprozess und sind sowohl für das Wellen- als auch Reflowlöten ausgelegt. Der optionale Verriegler an dem Buchsenstecker soll am Ende für eine robuste Verbindung sorgt, selbst unter anspruchsvollen Bedingungen.

Weidmüller Configurator

Um die Leiterplatte schnell und fachgerecht zu layouten, müssen neben den Komponenten auch die entsprechenden Daten in relevanter Form zur Verfügung stehen. Mit dem Weidmüller Configurator für Omnimate 4.0 stellt Weidmüller eine Softwarelösung zur Verfügung, die die Auswahl, Konfiguration und Bestellung solcher Steckverbinder beschleunigt.

Das Tool unterstützt den durchgängigen Entwurfsprozess von der Planung bis zur Dokumentation. Die Produktdaten lassen sich nicht nur in Engineering-Werkzeuge, wie dem CAD-Tool, sondern auch in EDA-Tools zur Entwurfsautomatisierung von Leiterplattenlayouts (z.B. Mentor, Altium, Zuken und weitere) voll integrieren. Damit wird sowohl die mechanische als auch die elektronische Entwicklung von Geräten in unterschiedlichen Dateiformaten unterstützt. Eine 3D-Visualisierung unterstützt den Anwender in der Konfiguration seines Omnimate-4.0-Steckverbinders innerhalb des Weidmüller Configurators.

Über den in der Software integrierten »Angebots-Dialog« erhält der Kunde, wenn gewünscht, nach Abschluss der Konfiguration im WMC sein persönliches Angebot. Nach Annahme des Angebotes bekommt er seine individuell konfektionierten Steckverbinder in wenigen Arbeitstagen zugesandt, von der individualisierten Mustermenge bis zur Serienbestellung.

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