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Geschäftsbericht für 2020

Umsatz bei Weidmüller sinkt um 4,5 Prozent

15. April 2021, 17:26 Uhr   |  Ralf Higgelke

Umsatz bei Weidmüller sinkt um 4,5 Prozent
© Weidmüller

Der Vorstand der Weidmüller-Gruppe blickt insgesamt auf ein herausforderndes Jahr 2020 zurück und ist für 2021 zuversichtlich gestimmt.

»Durchaus zufrieden« zeigt sich der Vorstand der Weidmüller-Gruppe mit dem Ergebnis für das Geschäftsjahr 2020. Angesichts des Konjunktureinbruchs durch die Corona-Pandemie verbuchte das Unternehmen mit 792 Mio. Euro einen Umsatz, der 4,5 Prozent unter dem des Jahrs davor liegt.

Auf ein bewegtes Geschäftsjahr 2020 blickt die Weidmüller-Gruppe zurück und zeigt sich mit dem Ergebnis für das Corona-Jahr zufrieden. Weidmüller erzielte 2020 einen Umsatz in Höhe von 792 Millionen Euro. Das sind 4,5 Prozent weniger als im Vorjahr. »Angesichts des Konjunktureinbruchs durch die Corona-Pandemie und den Lockdown sind wir trotz der schwierigen Rahmenbedingungen mit dem Ergebnis durchaus zufrieden«, erläutert Technologievorstand und Vorstandssprecher Volker Bibelhausen.

Während Weidmüller sich im Jahr 2019 noch gegen den Trend stemmen konnte und leicht wuchs, hat sich die für 2020 erwartete Erholung nicht eingestellt. Im Gegenteil, von einer stabilen konjunkturellen Lage konnte keine Rede sein und die Pandemie führte zu einem deutlichen weltweiten Abschwung. »Der Rückgang ist hier vor allem der wirtschaftlichen Lage im Maschinenbau sowie dem schwachen Öl- und Gasgeschäft geschuldet«, ergänzt Vertriebsvorstand Dr. Timo Berger. »Die Corona-Krise ist auch hier durchgeschlagen.«

Europa und Amerika im zweiten Halbjahr besser

Während die Märkte in Europa und Amerika erst in der zweiten Jahreshälfte wieder anzogen, hat vor allem die schnelle Erholung des chinesischen Marktes das Geschäft von Weidmüller im ersten Halbjahr 2020 gestützt. Getragen wurde dies von einer starken Nachfrage nach Elektronik- und Automatisierungsprodukten sowie Industrial-Ethernet-Komponenten. Die Bereiche Geräteanschlusstechnik und Schaltschrank-Komponenten liegen hingegen unter Vorjahr.

Ein Wachstum im zweistelligen Prozentbereich verzeichnete Weidmüller insbesondere im Bereich Automatisierungsprodukte. »Unsere Kunden bestätigen uns hier, dass wir mit unserem Automatisierungsportfolio und unseren IIoT-Komponenten die richtigen Lösungen für den Markt bieten«, freut sich Bibelhausen. Auch im Bereich der erneuerbaren Energien konnte Weidmüller zulegen, so wurde beispielsweise im letzten Jahr ein zweistelliger Zuwachs in der Windenergie verzeichnet.

Zuversicht für das Jahr 2021

Im Herbst 2020 startete die größte Einzelinvestition in der Unternehmensgeschichte. Unweit von Eisenach entsteht ein neues Logistikzentrum. Die Fertigstellung ist im Jahr 2022 geplant. »Mit dieser Investition im zweistelligen Millionenbereich stellt das Familienunternehmen die Weichen für weiteres Wachstum und mehr Kundenservice im Bereich Versand«, ist Finanzvorstand André Sombecki überzeugt.

Der Start des Jahres stimmt Weidmüller optimistisch für 2021. »Zu Beginn des Jahres hatten wir einen sehr erfreulichen Auftragseingang«, berichtet Sombecki. »Wir gehen davon aus, dass sich – vorausgesetzt, es gibt keine Einschränkung des Warenverkehrs – die Wirtschaft weiter erholen und 2021 Fahrt aufnehmen wird. Dabei können wir uns auf eine großartige Mannschaft verlassen und sind mit hervorragenden, innovativen Produkten und Lösungen bereit für die Zukunft«, zeigt sich der Vorstand überzeugt.

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