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Elektronische Beschaffung

Digitalisierung bringt mehr Effizienz für Einkäufer

26. Februar 2021, 11:11 Uhr   |  Karin Zühlke

Digitalisierung bringt mehr Effizienz für Einkäufer
© WrightStudio/stock.adobe.com

Einkäufer müssen sich dieser Tage vor allem auf Tools für den Online-Einkauf verlassen. Das bringt laut Mathew Thorpe, Regional Sales Director von Farnell für UK, Irland und die Benelux-Staaten, einige Vorteile mit sich.

Gleichzeitig spielt auch die Notwendigkeit, die Effizienz des gesamten Einkaufprozesses zu verbessern, eine größere Rolle als jemals zuvor. In den letzten Monaten ist nach den Worten von Thorpe deutlich geworden, wie wichtig es ist, Effizienzsteigerungen im Unternehmen umzusetzen, und das nicht nur aufgrund der aktuellen Situation, sondern auch für die Zukunft.

Laut einer kürzlich vom Fachmagazin Supply Management und vom Chartered Institute of Procurement and Supply (CIPS) durchgeführten Umfrage glauben 80 % der Unternehmen, dass die Pandemie Innovationen vorangetrieben hat, da Unternehmen auf neue Tools zurückgreifen, um Homeoffice zu ermöglichen. Zwei Drittel (65,8 %) der befragten Beschaffungsexperten bestätigten, dass Homeoffice zu einer zunehmenden Akzeptanz digitaler Beschaffungs-Tools geführt hat, wobei sich die Kommunikation zwischen ihren Teams sowie mit Lieferanten erheblich verbessert hat.

Kosten und Benutzerfreundlichkeit

Ein zentrales Thema beim Übergang zum digitalen Einkauf sind die Kosten. Viele Einkäufer von elektronischen Produkten, die in kleinen oder mittleren Unternehmen arbeiten, sind laut Thorpe nicht in Größenordnungen tätig, die eine Investition in ein großes ERP-System rechtfertigen würden. »Um die Lücke zu schließen, haben Lieferanten und Händler in kostengünstige Lösungen investiert, mit denen sich der Einkauf elektronischer Bauelemente verwalten lässt. Käufer können auf benutzerfreundliche, zugängliche und kostenlose eProcurement-Lösungen zugreifen. Das eProcurement-System iBuy von Farnell ist eine etablierte, in die Website integrierte Lösung, die erweiterte Funktionen, Automatisierung, Bestandskontrolle und Berichterstellung bietet, um den Beschaffungszyklus zu optimieren – Vorteile, die normalerweise nur in größeren Systemen verfügbar sind.«
Argumente für das e-Procurment gibt es viele, die Thorpe am Beispiel von zwei Anwendern ausführt: Incap Electronics mit Sitz im englischen Staffordshire ist auf die Leiterplattenmontage, die Montage von elektromechanischen Produkten und die Konfektionierung von Kabeln und Kabelbäumen spezialisiert. Leanne Smedley, Einkäuferin bei Incap Electronics, hat im Laufe ihrer gesamten Karriere eine Reihe von eProcurement-Systemen verwendet. Sie fand iBuy besonders benutzerfreundlich, da sie damit problemlos mit den Disponenten von Incap zusammenarbeiten kann, die ebenfalls von zu Hause aus arbeiten. Bis zu zwölf Mitarbeiter nutzen das iBuy-System remote; laut Leanne Smedley erhöht es die Effizienz.

Ein weiteres Unternehmen, das iBuy nutzt, ist der Auftragsfertiger Zeal Electronics mit Sitz im englischen Derbyshire. Das Unternehmen setzt iBuy seit 2013 ein und laut Geschäftsführer Daniel Hagin hilft das System Zeal dabei, sein Hauptziel zu erreichen, nämlich die schnelle Abwicklung von Bestellungen. Zeal Electronics verwendet iBuy in Verbindung mit der ePass-API von Farnell, um den gesamten Kaufprozess zu automatisieren und die Effizienz des unternehmensinternen Einkaufsteams zu steigern, indem ein doppelter Arbeitsaufwand vermieden wird. »Wir kaufen heutzutage viel mehr online ein; iBuy vereinfacht den gesamten Prozess und ist sehr flexibel. Wir können benutzerdefinierte Felder angeben, dringende Aufträge nach Bedarf einfach eingeben und den von unseren Kunden festgelegten Fristen besser gerecht werden. Die automatisierten Warnungen zur Genehmigung kleinerer Einkaufsmengen sind sehr hilfreich«, erklärte er.

»Neben der Bereitstellung der richtigen Tools für Einkäufer ist es wichtig, zuverlässige und effiziente Support-Dienste bereitzustellen, die sie dabei unterstützen, effektiv zu arbeiten«, ergänzt Thorpe. Neben der eProcurement-Lösung iBuy hat Farnell zuletzt 40 neue Lieferantenlinien und seinen globalen Online-Katalog auf 950.000 Produkte erweitert, die aus acht globalen Lagerhäusern geliefert werden. »Die Experten des internen technischen Support-Teams von Farnell können auch geeignete alternative Produkte empfehlen, wenn bestimmte Artikel nicht vorrätig sind«, so Thorpe. 

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