Stellantis und Factorial melden einen bedeutenden Meilenstein: die Integration der FEST (Factorial Electrolyte System Technology)-Festkörperbatterietechnologie von Factorial in ein Dodge-Charger-Daytona-Entwicklungsfahrzeug sowie die Einführung eines Testprogramms auf der Straße.
Aufbauend auf der früheren Validierung von FEST-Zellen für die Anwendung in Automobilen stellt die erste Integration von Festkörperzellen in ein Stellantis-Fahrzeug n nun einen Schritt in Richtung der Einführung in der Automobilindustrie dar.
»Die Batterieentwicklung ist ein Balanceakt. Es reicht nicht aus, einen einzelnen Parameter zu optimieren. Wir brauchen ein System, das echte Vorteile für echte Fahrzeuge bietet«, sagt Ned Curic, Stellantis Chief Engineering and Technology Officer. »Dieser Meilenstein zeigt, dass wir Festkörperbatterien näher an unsere Kunden bringen, mit dem Potenzial für eine größere Reichweite, schnelleres Laden und niedrigere Kosten. Ebenso wichtig ist die starke Kompatibilität von FEST mit Lithium-Ionen-Herstellungsprozessen, die uns einen entscheidenden Weg zur Skalierung dieser Technologie liefert.«
Im Jahr 2025 demonstrierten Stellantis und Factorial FEST-Zellen mit einer Energiedichte von 375 Wh/kg, einer ultraschnellen Aufladung von 15 % auf 90 % in nur 18 Minuten und einer hohen Sicherheit bei Temperaturen von -30 °C bis 45 °C.
Der Übergang von diesen Zelltestergebnissen zur Integration in einem Entwicklungsfahrzeug erforderte fortschrittliche technische Lösungen. FEST-Festkörperbatteriezellen wurden mithilfe einer neu patentierten mechanischen Architektur von Stellantis in das bestehende Batteriepack integriert.
Die Ingenieure passten auch die Steuerungssysteme und das Pack-Design an, um die Leistung der Zellen zu optimieren und gleichzeitig die strengen Anforderungen im Automobilbereich an Sicherheit und Haltbarkeit zu erfüllen.
Das von Stellantis und Factorial gestartete Testprogramm soll dazu beitragen, die Leistung und Zuverlässigkeit der Batterie unter Lade- und Fahrbedingungen sowie die Fahrzeugsicherheit zu optimieren und weiter zu überprüfen.
»Was wir gemeinsam aufgebaut haben, von der Zellchemie bis zur Batteriearchitektur, um realistische Straßentests zu ermöglichen, ist genau die Art von 360 Grad Zusammenarbeit, die Festkörperbatterien seit jeher erfordern. Dieser Meilenstein validiert nicht nur FEST; er setzt eine neue Messlatte für das, was Festkörperbatterien im Automobilbereich liefern können, und unterstützt die Entwicklung zukünftiger Fahrzeuge, die auf die sich ständig verändernden Bedürfnisse von Fahrern zugeschnitten sind«, sagt Factorial-CEO Siyu Huang.