12-V-Lithium-Ionen-Batteriepack

Forvia Hella integriert Li-Ionen-Zellen und BMS in einem Produkt

2. Juli 2026, 12:33 Uhr | Irina Hübner
Der 12-V-Lithium-Ionen-Batteriepack von Forvia Hella erlaubt eine flexible Integration ins Fahrzeug und Gewichtseinsparungen von rund 20 Prozent.
© Forvia Hella

Das erste voll integrierte 12-V-Lithium-Ionen-Batteriepack von Forvia Hella adressiert die steigende Nachfrage nach einer zuverlässigen und intelligenten Niedervolt-Stromversorgung in Elektro- und Hybridfahrzeugen.

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Durch die Integration von Lithium-Ionen-Zellen und Batteriemanagementsystem reduziert das Batteriepack sowohl Gewicht als auch Systemkomplexität und steigert gleichzeitig die Sicherheit und Zuverlässigkeit der Energieversorgung im Fahrzeug. Für das 12-V-Batteriepack hat Forvia Hella bereits Serienaufträge im niedrigen bis mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich von verschiedenen internationalen Automobilherstellern erhalten. Der Serienanlauf soll voraussichtlich im Sommer des nächsten Jahres in China erfolgen.

Auch in Elektro- und Hybridfahrzeugen ist eine zuverlässige, stabile 12-V-Stromversorgung eine zentrale Voraussetzung: Zum einen kommen auch in E-Autos zahlreiche unterschiedliche sicherheits- und komfortrelevante 12-V-Verbraucher zum Einsatz, beispielsweise Fahrerassistenzsysteme und Infotainmentsysteme. Zum anderen dient das 12-V-Bordnetz der redundanten Stromversorgung für den Fall, dass die Energieversorgung aus dem Hochvolt-Bordnetz ausfallen sollte, sodass etwa Lenkung und Bremsen weiter funktionstüchtig bleiben.

Integration von Lithium-Ionen-Zellen und Batteriemanagementsystem in einem Subsystem

Um eine sichere und zuverlässige Funktion der Lithium-Ionen-Batterien zu gewährleisten, nutzt das 12-V-Batteriepack von Forvia Hella fortschrittlichste multidimensionale Algorithmen, die Strom, Spannung, Temperatur sowie weitere Größen präzise messen. Dies ermöglicht die hochgenaue Erfassung sowohl des Ladezustands (State of Charge, SoC) als auch des Gesundheitszustands (State of Health, SoH) – selbst unter anspruchsvollen Realbedingungen und über die gesamte Lebensdauer der Batterie.

Die Integration von Lithium-Ionen-Zellen und Batteriemanagementsystem in einem Subsystem verringert zudem den erforderlichen Bauraum und vereinfacht Systemschnittstellen. Dies erlaubt eine einfachere und flexiblere Integration in die Fahrzeugarchitektur. Auch ist das 12-V-Batteriepack gegenüber herkömmlichen Blei-Säure-Batterien um rund 20 Prozent leichter.

Forvia Hella als Anbieter integrierter Systemlösungen im Energiemanagement

»Die Markteinführung unseres 12-V-Batteriepacks erweitert nicht nur unser Produktportfolio für Elektromobilität. Sie steht allen voran für unsere klare strategische Ausrichtung: Wir liefern nicht nur leistungsstarke Schlüsselkomponenten, sondern sind Anbieter integrierter Systemlösungen im Energiemanagement – gestützt auf unsere jahrzehntelange Erfahrung in der Batterieelektronik«, sagt Sebastian Keils, Head of Global Product Center Energy Management der Business Group Elektronik bei Forvia Hella.

»Unser erstes 12 V-Lithium-Ionen-Batteriepack steht damit nicht zuletzt auch für unseren Anspruch, Automobilherstellern als enger Partner auf dem Weg in die Elektromobilität mit Produkten zur Seite zu stehen, die einen echten Mehrwert bieten: durch intelligentes Energiemanagement und eine enge Koordination zwischen Hochvolt- und Niedervolt-Systemen. So unterstützen wir unsere Kunden dabei, effizientere, sicherere und zuverlässigere Energiearchitekturen für ihre Fahrzeuge aufzubauen.«

Redundante Energieversorgung

Zusammen mit einem Hochvolt-Spannungswandler, den Forvia Hella ebenfalls beisteuert, ermöglicht das 12-V-Batteriepack eine redundante Energieversorgung für sicherheitsrelevante Funktionen bis ASIL D. So versorgt zunächst der Hochvolt-Spannungswandler als Primärquelle aus Hochvolt-Bordnetz heraus die 12-V-Verbraucher. Fällt das Hochvolt-Bordnetz aus, übernimmt das 12-V-Batteriepack und stellt eine für eine unterbrechungsfreie Stromversorgung sicher.

»Da wir beide Schlüsselprodukte in unserem Portfolio haben und diese unseren Kunden aus einer Hand liefern können, unterstützen wir unsere Kunden daher auch mit einem umfassenden Systemverständnis. Dadurch können Hersteller robuste Architekturen implementieren und durch eine Komplettlösung auf Ebene des Gesamtsystems eine stabile Energieversorgung für sicherheitskritische Funktionen gewährleisten«, so Keils.

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