Im Münchner BMW-Stammwerk startet die Serienproduktion des neuen BMW i3. Erstmals wird damit ein Modell der »Neuen Klasse« in Deutschland in Serie gefertigt.
Seit Mitte Juni kann der BMW i3 – die vollelektrische Version des 3ers – bereits bestellt werden. Das Unternehmen zeigt sich zufrieden mit der Nachfrage: »Die Modelle der Neuen Klasse zeigen eine starke Beliebtheit. Auch der BMW i3 als zweites Modell der Neuen Klasse erfreut sich kurz nach dem vorgezogenen Bestellstart bereits großer Nachfrage«, sagt Jochen Goller, Mitglied des BMW-Vorstands.
Nach vier Jahren intensiver Transformation – darunter der Neubau eines Karosseriebaus sowie einer neuen Montagehalle inklusive Logistikflächen – gibt der BMW i3 den Startschuss für das nächste Kapitel der Erfolgsgeschichte des BMW Group Werks München.
»Der Produktionsstart des BMW i3 läutet eine neue Ära in unserem Stammwerk ein. Kaum ein Modell steht so sehr für BMW wie die 3er Reihe – und kaum ein Produktionsstandort so sehr für unsere Marke wie das Werk München«, betont Raymond Wittmann, Produktionsvorstand von BMW.
»Mit dem Produktionsstart des BMW i3 reduzieren wir die Fertigungskosten im Werk München um weitere 10%«, so Peter Weber, Leiter BMW Group Werk München. Grundlage dafür seien vorausschauende Planung, enge Zusammenarbeit mit Entwicklungsbereichen und Lieferanten sowie moderne Produktionstechnologie in den neuen Strukturen. Neben optimierten Produktionsprozessen sowie gezielter Automatisierung und Digitalisierung sorgt auch die neue Fahrzeugarchitektur der Neuen Klasse für Effizienz.
Ab 2027 soll das Werk München ausschließlich vollelektrische Fahrzeuge produzieren. Weitere Modelle der Neuen Klasse folgen in Kürze und sollen die Zukunftsfähigkeit des Werks für die kommenden Jahrzehnte sichern.
Seit 1975 ist München eng mit der BMW 3er Reihe verbunden. Mehr als neun Millionen Fahrzeuge der BMW 3er Reihe sind seitdem im Stammwerk vom Band gelaufen. Für die Neue Klasse wurde der Standort nun grundlegend umgebaut – bei laufender Produktion von bis zu 1.000 Fahrzeugen pro Tag.
Auf einer Fläche von rund einem Drittel des Werksgeländes entstanden ein neuer Karosseriebau sowie eine hochmoderne Fahrzeugmontage einschließlich neuer Logistikflächen. Zuletzt wurde die Auslieferungshalle errichtet, die sich aktuell noch in der Inbetriebnahme-Phase befindet. Dort werden die Fahrzeuge für die Kunden final geprüft und anschließend dem Vertrieb übergeben. Das Ergebnis dieser Transformation ist ein Werk, das heute noch effizienter, flexibler und digitaler arbeitet und optimal auf die Anforderungen der Elektromobilität und der Neuen Klasse ausgerichtet ist.
Mit dem BMW-Group-Werk Irlbach-Straßkirchen (Niederbayern), das rund 90 Minuten von München entfernt neu gebaut wurde, stärkt die BMW Group die Wertschöpfung in der Region Bayern deutlich. Entsprechend dem Ansatz »local for local« wird das Werk Hochvoltbatterien der sechsten Generation an das Werk München sowie an weitere deutsche Standorte liefern. Für die Produktion der Neuen Klasse wie dem BMW i3 leistet das neue Werk Irlbach-Straßkirchen damit einen entscheidenden Beitrag.
Der Gen6-E-Motor für den BMW i3 wird im BMW-Group-Werk Steyr in Österreich produziert – einem Standort, der seit über 40 Jahren Antriebe fertigt. Alle Kernkomponenten des hochintegrierten E-Antriebs – vom Rotor und Stator über den Inverter bis zum Getriebe – werden vor Ort produziert. Dafür wurden neue Produktionslinien und hochmoderne Reinraumumgebungen aufgebaut. Die Aluminiumgießerei im BMW-Group-Werk Landshut liefert das E-Motor-Gehäuse an das Werk Steyr.