Hohe Nachfrage, lange Wartezeiten

Auslieferung des ID.Buzz ab Oktober

19. September 2022, 12:24 Uhr | Hannover (dpa)
 Der vollelektrische Bulli ID. Buzz wird in Hannover gefertigt.
Der ID. Buzz im Volkswagen-Nutzfahrzeuge-Werk in Hannover in der Qualitätskontrolle.
© Ole Spata/dpa

Erste Exemplare seines neuen Elektrobusses ID.Buzz will Volkswagen ab Oktober ausliefern. Stück für Stück würden die Bestellungen abgearbeitet, hieß es von VW Nutzfahrzeuge im Vorfeld der IAA Transportation. Die Wartezeiten für viele Autokunden sind aber nach wie vor lang.

Derzeit stehen 13.700 ID.Buzz in den Orderbüchern, so Vertriebsvorstand Lars Krause. Dabei habe sich bisher gut die Hälfte der Kunden für die Passagier- und die andere Hälfte für die Cargo-Variante des E-Bullis entschieden.

Volkswagen-Nutzfahrzeuge-Chef Carsten Intra sieht es als »extrem wichtiges Signal für die ganze Branche«, dass es nach der Corona-Zwangspause 2020 nun wieder eine Nutzfahrzeug-IAA gibt. »Trotz des schwierigen Umfelds blicken wir auf eine positive Entwicklung«, sagte er zum Auftakt der Messe.

Die konjunktursensible Nutzfahrzeugindustrie muss sich ebenso wie viele andere Wirtschaftszweige mit den Folgen des Ukraine-Krieges und der starken Energieverteuerung auseinandersetzen. Auch bei schweren Lkw sind die Auftragseingänge oft noch gut - doch es bestehen Risiken, dass Bestellungen storniert werden könnten, falls die Investitionsbudgets im Transportsektor unter Druck geraten. Bisher stimme der Bestelleingang zuversichtlich, wie es ab etwa Mitte 2023 weitergehe, sei aber teils unsicher.

Neuauflage des Amarok

Die leichten VW-Nutzfahrzeuge bieten Kleintransporter, Lieferwagen und Pick-ups an. Die zusammen mit Ford entwickelte Neuauflage des Pritschenwagens Amarok wird in Hannover ebenfalls vorgestellt, der Wagen soll im Laufe der kommenden Monate auf den Markt kommen.

Volkswagen Nutzfahrzeuge hatte sein Ergebnis im ersten Halbjahr 2022 deutlich gegenüber dem noch stärker von Corona-Nachwirkungen und Halbleiter-Krise belasteten Vorjahr verbessert. »Wir sind noch nicht ganz dort, wo wir sein wollen«, sagte ein Manager. »Aber die Richtung stimmt.« In der zweiten Jahreshälfte solle die Produktion deutlich steigen.

Hohes Interesse an Lieferwagenversion des ID.Buzz

Im Fall des ID.Buzz sei das Interesse an der Lieferwagenversion höher als erwartet, hieß es bei VWN. So will etwa der Hausgerätehersteller Miele insgesamt rund 2700 Service-Fahrzeuge davon anschaffen. Das Modell ist für VW auch deshalb konzernweit von großer Bedeutung, weil es ab 2025 das vollautonome Fahren schrittweise einführen soll.


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Volkswagen AG, dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH