Magnetfeld-Kamera

Permanentmagnete präzise kontrollieren

2. Dezember 2011, 13:28 Uhr | Andrea Gillhuber

Eine „Kamera“ für Magnetfelder entwickelte das belgische Unternehmen MagCam LV. In dieser ist ein Silizium-Chip mit 128 × 128 integrierten Hall-Sensoren in einem handlichen Sensor-Kopf eingebaut. Wird ein Permanentmagnet auf die 13 × 13 mm² große Messfläche gelegt, erfasst der Sensor das vom Magneten ausgehende Feld mit einer räumlichen Auflösung von 0,1 mm.

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Eine aufwendige Kompensation nach dem „Spinning Current“-Prinzip rechnet anschließend die Offset-Fehler sowie die Temperaturabhängigkeit heraus. Die in weniger als 1 s aufgenommenen Messwerte werden seriell ausgelesen und über USB an einen PC geleitet.
Die Basis-Software namens MagScope stellt die Feldrichtung durch die Farbe (Rot/Blau), die Flussdichte durch die Farbintensität dar. In einer Messkurve über einen Querschnitt in einer bestimmten Richtung können Inhomogenitäten und lokale Materialfehler erkannt werden. Die Darstellung ist in kartesischen oder Zylinder-Koordinaten möglich. Der Messbereich ist zwischen ± 1 T und ± 8 T wählbar, die Toleranz liegt bei 0,02 % vom Messbereich. Optional ist das Software-Modul MagFit erhältlich, das bei uniaxialen Magneten der gebräuchlichsten Bauformen tiefer gehende Analysen ermöglicht.


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