Advertorial: Siemens Senseye

Vorausschauende Wartung: Wenn KI die richtigen Antworten gibt

15. Juli 2026, 14:10 Uhr | Rosie Böhm
Siemens AI
© Siemens Senseye

Generative KI verändert die Instandhaltung grundlegend. Nicht durch mehr Dashboards, sondern durch weniger Komplexität. Dieser Beitrag erklärt im Detail, wie Siemens Senseye Wartungsteams in der Praxis entlastet.

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Predictive Maintenance war gestern ein Expertenthema. Heute liefert KI die Antworten auch ohne Expertenteam.

Wer in der Instandhaltung arbeitet, kennt das Problem: Die Daten sind da, die Systeme laufen, aber die Antwort auf die entscheidende Frage – warum verhält sich diese Maschine gerade so? – steckt irgendwo in einem Wartungsprotokoll von 2019, im Kopf eines Kollegen kurz vor der Rente oder tief in einem Datensilo, das niemand ohne IT-Unterstützung öffnen kann.

Genau hier setzt generative KI an. Nicht als weiteres Analysetool, das Ingenieure mit Datenpunkten überhäuft, sondern als Assistent, der Zusammenhänge herstellt und sie in klarer Sprache erklärbar macht.

Von Sensordaten zur Handlungsempfehlung ohne Umweg über Data Scientists

Klassische Predictive-Maintenance-Systeme arbeiten gut mit numerischen Daten: Zeitreihen, Zustandsindikatoren, Schwellenwerte. Was sie traditionell schwer verarbeiten können, sind Textdaten, also genau das, was in Wartungsprotokollen steht. Kurze Einträge wie "Lager läuft warm, beobachten" oder "ungewöhnliches Geräusch nach Schichtwechsel" enthalten wertvolles Erfahrungswissen, das bislang kaum systematisch nutzbar war.

Generative KI schließt diese Lücke. Sie verarbeitet numerische und textbasierte Daten gleichzeitig, erkennt Muster über beide Datentypen hinweg und kann selbst aus minimalen Aufzeichnungen belastbare Schlüsse ziehen. Für Wartungsteams bedeutet das: Sie müssen keine umfangreichen Reports schreiben, damit das System lernt. Kurze, praxisnahe Einträge reichen aus.

Maintenance Copilot Senseye von Siemens erlaubt es Wartungsteams, Fragen in Alltagssprache zu stellen, ohne Dashboards, ohne Abfragelogik, ohne IT-Kenntnisse. "Warum zeigt Pumpe 3 seit zwei Tagen erhöhte Temperaturwerte?" ist eine valide Eingabe. Die Antwort kommt nicht als Datenpunkt, sondern als strukturierte Empfehlung: mögliche Ursachen, Verweis auf ähnliche Fälle aus der Vergangenheit, konkrete nächste Schritte.

Das eigentliche Problem: Wissen, das das Unternehmen verlässt

Ein oft unterschätzter Faktor in der industriellen Instandhaltung ist der demografische Wandel. Erfahrene Fachkräfte gehen in Rente und nehmen jahrzehntelang erarbeitetes Anlagenwissen mit. Jüngere Teams sind häufig mobiler, Fluktuation ist höher. Dazu kommen internationale Produktionsstandorte mit Sprachbarrieren, die den Wissenstransfer zusätzlich erschweren.

Generative KI adressiert dieses Problem strukturell: Jede Interaktion mit dem System, jede beantwortete Wartungsfrage, jedes abgeschlossene Ticket trägt zum Wissenspool bei. Das System lernt kontinuierlich aus echtem Nutzerfeedback und wird mit jeder Interaktion präziser. Expertise bleibt so erhalten – unabhängig davon, wer das Unternehmen verlässt. Und sie steht mehrsprachig zur Verfügung, was gerade in internationalen Fertigungsumgebungen einen erheblichen praktischen Unterschied macht.

Predictive Maintenance in der Praxis: Drei Industriefelder im Überblick

Die Einsatzgebiete von KI-gestützter vorausschauender Instandhaltung sind breit gefächert. Drei Beispiele zeigen, wo der Hebel besonders groß ist:

In der Lebensmittel- und Getränkeindustrie sind Ausfallzeiten direkt mit Produktverlust verbunden. Wenn eine Verpackungsmaschine ungeplant stoppt, verdirbt im schlimmsten Fall die gesamte laufende Charge. Früherkennung von Anomalien kann hier nicht nur Wartungskosten senken, sondern auch Ausschuss und Lebensmittelverschwendung reduzieren.

In der energieintensiven Fertigung ist jeder ungeplante Produktionsstopp doppelt teuer: einmal durch den Ausfall selbst, einmal durch den enormen Energieaufwand beim Wiederanfahren der Anlage. Durch die Analyse von Maschinengruppen lassen sich außerdem Ausreißer im Energieverbrauch identifizieren, ein direkter Hebel für Nachhaltigkeitsziele.

In der Metall- und Schwerindustrie, etwa bei der Stahl- oder Aluminiumproduktion, helfen Predictive-Maintenance-Strategien, unnötige Produktionsstopps zu vermeiden und den CO₂-Ausstoß beim Wiederanfahren energieintensiver Prozesse zu reduzieren.

Datensicherheit: Was im System bleibt, bleibt im System

Ein häufiger Einwand gegen cloudbasierte KI-Lösungen in der Industrie ist die Datensicherheit. Senseye adressiert das architektonisch: Die KI arbeitet in einer isolierten Cloud-Umgebung, Kundendaten werden verschlüsselt und anonymisiert verarbeitet. Kein Wissen verlässt die Systemgrenzen des Kunden.

Hinzu kommt, was Siemens als verantwortungsvolle KI bezeichnet: Transparenz über Datenquellen und Modellgrenzen, menschliche Kontrolle über alle KI-generierten Empfehlungen und ethische Grundsätze sind bereits im Systemdesign verankert und nicht nachträglich aufgesetzt.

Ausblick: Wo generative KI in der Instandhaltung noch hingeht

Die aktuelle Generation von Tools wie Maintenance Copilot Senseye ist ein Anfang, kein Endpunkt. Zwei Entwicklungsrichtungen sind dabei besonders relevant:

Erstens die Anwendung von Large-Language-Model-Techniken auf Zeitreihendaten. Bislang sind Sprachmodelle und numerische Analyseverfahren weitgehend getrennte Welten. Die Forschung arbeitet daran, diese Grenze aufzulösen, mit dem Ziel, Anomalieerkennung und Prognosegenauigkeit nochmals deutlich zu verbessern.

Zweitens nutzungsbasierte Wartungsstrategien: Statt fixer Wartungsintervalle oder reiner Zustandsüberwachung könnte KI künftig Wartungspläne dynamisch an das tatsächliche Nutzungsverhalten einer Anlage anpassen – individuell, kontextsensitiv, ressourcenschonend.

Für Instandhaltungsteams, die heute mit dem Aufbau einer datengetriebenen Wartungsstrategie beginnen, gilt: Der Einstieg ist niedrigschwelliger als oft angenommen. Auch mit minimal strukturierten Daten wie beispielsweise kurzen Protokolleinträgen oder vorhandenen Steuerungsdaten lässt sich ein funktionierendes System aufbauen, das mit dem Einsatz wächst. 

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