Digitalisierung für Dekarbonisierung

Nachhaltigkeit digital in die Produktion bringen

25. Mai 2022, 9:15 Uhr | Heinz Arnold
Prof. Martin Ruskowski, Vorstandsvorsitzender der SmartFactory Kaiserslautern: »Die IDTA ist der ideale Partner, um unsere Entwicklungen in die Industrie zu überführen.«
Prof. Martin Ruskowski, Vorstandsvorsitzender der SmartFactory Kaiserslautern: »Die IDTA ist der ideale Partner, um unsere Entwicklungen in die Industrie zu überführen.«
© SmartFactory

SmartFactory Kaiserslautern und IDTA wollen Nachhaltigkeit und Digitalisierung miteinander zu verschmelzen, um so den Klimaschutz in der Industrie voranzutreiben.

Dazu unterzeichnen SmartFactory KL e.V. (SF-KL) und der Industrial Digital Twin Association e.V. (IDTA) auf der Hannover Messe ein Memorandum of Unterstanding. Die Zusammenarbeit soll am 01. 06. 2022 um 12 Uhr in einer kleinen Zeremonie auf dem Stand der SF-KL (Halle 8, D 18) auf der Hannover Messe 2022 dokumentiert werden. Auf der Hannover Messe 2022 liegt der Schwerpunkt unter anderem auf Nachhaltigkeit. »Deshalb war es für uns naheliegend, diesen Ort für die Unterzeichnung des MoU zu wählen«, erklärt Meik Billmann, Geschäftsführer der IDTA. 

Nachhaltigkeit in die Produktion implementieren

Bei der Entwicklung der Produktion von Morgen spielt der Digitale Zwilling auf Grundlage der Verwaltungsschale (VWS) – auch bekannt als Asset Administration Shell (AAS) – eine Schlüsselrolle. »In Zukunft sollen Produkte und Maschinen aktiv kommunizieren können«, erklärt Prof. Martin Ruskowski, Vorstandsvorsitzender der SF-KL. »Sie sollen eine Vielzahl ihrer Daten über ihre Verwaltungsschale bereitstellen, dazu gehören neben den Eigenschaften und Fähigkeiten auch Informationen zum Energieverbrauch und ihren CO2-Fußabdruck.«

Laut Meik Billmann, eröffnen sich mit dem Digitalen Zwilling ganz neue Möglichkeiten, um auf Daten aus unterschiedlichen Quellen über den Lebenszyklus zuzugreifen: »Damit werden beispielsweise Berechnungen von Emissionen und Verbräuche bei Maschinen und Anlagen leichter machbar.«

Ressourcenschonung über Digitalen Zwilling

Beide Partner sind aktiv an der Entwicklung und Umsetzung von Use-Cases beteiligt. »Die Zusammenarbeit mit der SmartFactory Kaiserlautern bietet uns die Möglichkeit unsere Arbeitsergebnisse auszutauschen. Im Ergebnis ist das ein Gewinn für alle Vereinsmitglieder und Kooperationspartner«, so Billmann weiter. Für beide Vereine steht fest: Die Digitalisierung ist ein wichtiges Instrument für die Dekarbonisierung der Industrie.

Gemeinsam wollen sie ein stärkeres Bewusstsein für die Idee von Produktionskreisläufen und Ressourcenschonung in der Industrie schaffen. Dazu soll das technische Know-how für die Umsetzung des Digitalen Zwillings verbreitet werden. »Wir bauen in Kaiserslautern eine Shared Production auf, deren Ziele Resilienz und Nachhaltigkeit sind«, erklärt Martin Ruskowski. »In dieser skillbasierten Produktionsstruktur spielt die Verwaltungsschale eine Schlüsselrolle, wobei im Kontext Industrie 4.0 damit immer auch ein Digitaler Zwilling gemeint ist.«

Zu einer nachhaltigen Ökobilanz

»Mit ersten Use Cases haben wir bereits gezeigt, wie die Umsetzung eines digitalen Typenschildes gelingen kann«, sagt Meik Billmann. »Die SmartFactory-KL demonstriert, welche Möglichkeiten die Erweiterung dieses digitalen Typenschildes bieten kann. In unserer Kooperation möchten wir diese Möglichkeiten gemeinsam aufzeigen.«

»Wir wollen im Rahmen unseres Demonstratorökosystems verschiedene Elemente in den Digitalen Zwillingen vereinen: das digitale Abbild einer Maschine und seine Fähigkeiten sowie die gesamte Historie eines Produktes in Form seiner Lebenszyklusakte«, erklärt Martin Ruskowski. »Die IDTA ist der ideale Partner, um unsere Entwicklungen in die Industrie zu überführen.«

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