Für das Internet of Things

Kontron beginnt Produktion von 5G-Modulen in Düsseldorf

13. Juli 2026, 17:36 Uhr | Andreas Knoll
Hochrangiger Besuch bei Kontron in Düsseldorf anlässlich der Eröffnung der neuen Produktionslinie für 5G-Module.
© Kontron

Kontron, Anbieter von IoT-/Embedded-Computer-Technologie (ECT), hat gemeinsam mit Vertretern der Landes- und Bundespolitik den offiziellen Start der neuen Produktionslinie für 5G-Kommunikationsmodule am Standort Düsseldorf bekannt gegeben.

Diesen Artikel anhören

Anlässlich des Produktionsstarts besuchten Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, und Thomas Jarzombek, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung, den Produktionsstandort der Kontron Automotive GmbH.

Mit der neuen Fertigungslinie für 5G Automotive Network Access Devices (NADs) und 5G-Industrial-M.2-Kommunikationsmodule will Kontron seine Position in einem wichtigen Zukunftsmarkt festigen. Kontron ist nach eigenen Angaben weltweit der einzige Hersteller, der diese Module in Europa entwickelt und in Deutschland produziert – von der Forschung am Berliner Standort bis zur industriellen Serienfertigung in Düsseldorf. Durch den strategischen Ausbau des Standorts möchte das Unternehmen die Resilienz seiner Lieferketten stärken und strategische Abhängigkeiten von außereuropäischen Anbietern verringern, die den Weltmarkt für Kommunikationsmodule dominieren.

5G-Kommunikationsmodule kommen in intelligenten Fabriken, vernetzten Fahrzeugen, Energiesystemen, medizinischen Geräten, kritischen Infrastrukturen sowie zahlreichen Anwendungen des Industrial Internet of Things (IIoT) zum Einsatz. Im Bahnsektor ist Kontron nach eigenen Angaben der einzige Anbieter, der funktionsfähige Module für FRMCS (Future Railway Mobile Communication System) anbietet, den zukünftigen europaweiten 5G-basierten Kommunikationsstandard für den Schienenverkehr. Mit der neuen Produktionslinie will Kontron die Voraussetzungen schaffen, die wachsende Nachfrage nach sicheren 5G- und zukünftigen 6G-Kommunikationslösungen aus europäischer Hand zuverlässig zu bedienen.

»Mit dem Aufbau der 5G-Produktion in Düsseldorf setzen wir ein klares Zeichen für ‚Made in Germany' und für eine starke europäische Technologiebasis«, sagte Christoph Caselitz, Executive Vice President Automotive bei Kontron und verantwortlich für den Standort Düsseldorf. »Die Kombination aus Entwicklung in Berlin und Fertigung in Düsseldorf ermöglicht kurze Innovationszyklen, hohe Qualitätsstandards und eine zuverlässige Versorgung unserer Kunden.«

Die Kontron Automotive GmbH beschäftigt in Düsseldorf rund 120 Mitarbeitende und blickt auf eine über 40-jährige Tradition in der Fertigung elektronischer Baugruppen zurück. Das Unternehmen verfügt über hochautomatisierte Fertigungslinien auf einer Produktionsfläche von rund 3700 qm sowie 2000 qm Lagerfläche. Für das Jahr 2026 ist die Fertigung von rund 15 Millionen PCBA-Baugruppen und über einer Million ECUs geplant – eine Kapazität, die die Grundlage für eine zuverlässige Serienversorgung mit 5G-Modulen bildet.

»Nordrhein-Westfalen ist ein starker Industriestandort und ein bedeutender Treiber für die digitale Transformation«, erläuterte Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie und stellvertretende Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen. »Kontron investiert hier in Düsseldorf nicht nur in die eigene Zukunft, sondern auch in die technologische Unabhängigkeit, Datensouveränität, Datensicherheit und Wettbewerbsfähigkeit Europas. Innovation, industrielle Kompetenz und strategische Weitsicht kommen hier zusammen – ein starkes Symbol für Zukunftstechnologie made in Germany.«

»Die industrielle Fertigung von 5G-Schlüsselkomponenten in Deutschland ist ein wichtiger Schritt für die digitale Souveränität Europas«, ergänzte Thomas Jarzombek, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung. »Projekte wie dieses zeigen, wie Innovation, industrielle Kompetenz und strategische Weitsicht zusammenwirken können, um zukunftsfähige Technologien im eigenen Wirtschaftsraum zu verankern und damit Wertschöpfung in Deutschland und Europa zu sichern und auszubauen.«

Anbieter zum Thema

zu Matchmaker+

Lesen Sie mehr zum Thema