Die Steckkarten-Variante bietet den Vorteil, eine fertig entwickelte Schaltung einsetzen zu können. Auch hier besteht aber das Risiko, durch die fehlende Isolation und Schirmung der PoE-Schaltung vom äußeren Netzwerk Störungen einzukoppeln. Zudem erschwert diese Variante das gerade Routen der Datenleitungen. Darüber hinaus schränken Patentansprüche die Auswahl an PoE-Controllern in Kombination mit dieser Variante stark ein.
Am vorteilhaftesten stellt sich die dritte Variante dar, das vollständig geschirmte Steckverbindermodul mit integrierter PoE-Funktionalität: Die integrierten Ethernet- Übertrager mit ihren Filtereigenschaften sind auf Anwendung und Design abgestimmt. Aufgrund der dreidimensionalen, kompakten Bauform und hohen Integrationsdichte ist der Platzbedarf deutlich geringer als bei den beiden anderen Varianten. Und da weniger Pins als bei einem „PoE-Enabled“-RJ45-Steckverbinder vorhanden sind, vereinfacht sich das Routen der Datenleitungen. Zudem ermöglicht diese Variante eine klare Abschirmung und Isolation der PoE-Schaltung sowie der Netzwerk-Verkabelung vom Switch-System. Die Kommunikation des Systems mit den integrierten PoE-Controller-Bauelementen erfolgt beispielsweise über einen intern optoisolierten I²C-Bus. Auch ein Schutz der PoE-Schaltung ist bereits integriert.
![]() | Diarmuid Cullinan ist Product-Manager in der Molex Automation & Electrical Products Division, Irland. | ![]() | Stephan Steinke ist Principal-Engineer bei der Molex Automation & Electrical Products Division in Bretten, Deutschland. |