Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat gemeinsam mit dem Bundesministerium des Innern (BMI) und dem Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) ein Technologiezentrum für Drohnensicherheit eröffnet.
Ein Schwerpunkt liegt auf der Bewertung bestehender und neuer Technologien. Neben Verfahren für einen sicheren Drohnenbetrieb untersucht das DLR Systeme zur Erkennung und Abwehr unerwünschter Drohnen. Dabei soll insbesondere das Zusammenspiel der technischen Lösungen innerhalb komplexer Systeme erprobt werden.
Die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten orientieren sich an den Anforderungen von Sicherheitsbehörden. Das Technologiezentrum ist zudem in die Aktivitäten des Gemeinsamen Drohnenabwehrzentrums (GDAZ) eingebunden.
Das neue Technologiezentrum ist hauptsächlich an den DLR-Standorten Cochstedt und Braunschweig angesiedelt, wo sich unterschiedliche Szenarien und Drohnensysteme unter kontrollierten und realitätsnahen Bedingungen erproben lassen - in Cochstedt etwa unter anderem anhand der Infrastruktur des Flughafens Magdeburg-Cochstedt.
Das DLR hatte den Flughafen 2019 übernommen und dort ein Drohnentestzentrum aufgebaut. 2021 nahm das Nationale Erprobungszentrum für Unbemannte Luftfahrtsysteme offiziell den Betrieb auf, 2022 folgte die Wiederinbetriebnahme des Flughafens.
Außerdem gibt es einen Tech-Inkubator: Unternehmen können gemeinsam mit dem DLR Technologien entwickeln, testen und demonstrieren. Dafür stellt das Forschungszentrum unter anderem Entwicklungsumgebungen, Simulatoren sowie Labor- und Testinfrastrukturen bereit. Anforderungen der späteren Anwender sollen bereits während der Entwicklung berücksichtigt werden.
Auch außerhalb solcher Projekte können Behörden und Unternehmen die Infrastruktur für Tests und Demonstrationen nutzen. Für Vertreter von Behörden sind außerdem eine Mitarbeit in Projekten, Hospitationen und Qualifizierungsangebote vorgesehen.
Nach Angaben des DLR ist die Auslastung des Testzentrums in Cochstedt seit 2021 um rund 20 Prozent pro Jahr gestiegen. 2025 kam der Standort auf mehr als 200 Nutzungstage. Rund die Hälfte davon entfiel auf externe Kunden und kooperierende Nutzer aus Forschung und Industrie.
Das Technologiezentrum greift zunächst auf bestehende Ressourcen des DLR zurück. In den kommenden Jahren sollen zusätzliche Infrastrukturen und Testumgebungen entstehen. Das DLR plant dafür Investitionen von mehr als 10 Millionen Euro und will bis zu 40 neue Stellen schaffen.