Der Multiversorgungskonzern CPL Concordia hat neulich die größte landwirtschaftliche Biogasanlage Italiens eröffnet. Auf 9 ha Fläche erzeugen vier 1-MWe-Biogas-Blockheizkraftwerke (BHKW) bei einer installierten Gesamtleistung von 4 MW emissionsfrei elektrische Energie, die knapp 10.000 Haushalte im Jahr versorgt.
In der größten Anlage Italiens zur Erzeugung von Biogas aus landwirtschaftlicher Biomasse steckt das Energie-Know-how des Konzerns CPL Concordia. Ansässig ist die Biogasanlage in Bondeno (in der Provinz Ferrara). Auf neun Hektar Fläche produzieren vier 1-MWe-Biogas-BHKW bei einer installierten Gesamtleistung von 4 MW komplett emissionsfrei elektrische Energie, die knapp 10.000 Haushalte im Jahr versorgen wird.
CPL Concordia wurde im Jahr 1899 als Genossenschaft gegründet und zählt mittlerweile 1500 Beschäftigte und 80 Konsortialgesellschaften. Der Tätigkeitsbereich des Unternehmens reicht von den Versorgungsnetzen (Gas, Wasser, Fernwärme) über Verteilung und Verkauf von Gas, Gasdekompressions- und Gasmessungsanlagen, Odorierung, öffentliche Beleuchtungssysteme, regenerative Energieerzeugungssysteme wie Photovoltaik, Kraft-Wärme-Kopplung und Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung mit Biogas, Tele-Management-Systeme sowie Informations- und Kommunikationstechnik bis hin zum Global Service und Facility Management. Tätig ist CPL Concordia in zehn europäischen Staaten sowie in Afrika, Südamerika und Asien.
»CPL Concordia wurde als Alleinlieferant für die vier BHKW gewählt«, erläutert Roberto Loschi, der Verantwortliche des Konzerns für die Bereiche Kraft-Wärme-Kopplung und Erneuerbare Energien. »Mit unserer über 30-jährigen Erfahrung in Sachen erneuerbare Energien konnten wir ein Produkt liefern, das den unterschiedlichen Merkmalen der beiden Biogasfermenter-Lieferanten gerecht wurde. Zudem haben wir uns um die Genehmigungs- und Vernetzungsangelegenheiten gekümmert, ein Thema, das alle Projekte um die erneuerbaren Energien seit Jahren betrifft.«
Das 20 Mio. Euro schwere Projekt stellt nicht nur saubere Energie bereit, sondern verleiht der Landwirtschaft des Gebiets einen starken wirtschaftlichen Antrieb. Jedes Jahr verwenden die Anlagen rund 72.000 Tonnen Substrat, das aus den landwirtschaftlichen Gebieten (1500 Hektar Boden) im Umkreis von 20 km stammt.
Die Ziele des Projekts
Das Projekt hat die größte landwirtschaftliche Biogasanlage Italiens aus der Taufe gehoben: Vier BHKW werden mit Biogas aus der anaeroben Vergärung landwirtschaftlicher Biomasse (Mais, Hirse, Triticale) gespeist.
Als Hauptziele des Projekts nennen die Auftraggeber den Umweltschutz und die Förderung der landwirtschaftlichen Erzeugung. Die Null-CO2-Emission wird durch einen positiven Rückkopplungsmechanismus zwischen den vier BHKW und dem Pflanzenwachstumszyklus gewährleistet. Das von Verbrennungsmotoren ausgestoßene CO2 entspricht der von den Energiepflanzen während ihres Wachstums absorbierten CO2-Menge, wodurch sich der CO2-Ausstoß neutralisiert. Das zweite Ziel, die Ankurbelung und Gewährleistung der landwirtschaftlichen Erzeugung, bezieht in einer vorteilhaften Wechselwirkung die Landwirtschaftsbetriebe mit ein und garantiert ihnen die Abnahme des angebauten Substrats für 15 Jahre zu von der Getreidebörse in Bologna festgelegten Fixpreisen.