Wissenschaftler des Fraunhofer IPMS haben ein 2k-OLED-Mikrodisplay entwickelt, das in stationären und tragbaren optischen Systemen, insbesondere in AR-Geräten, hohe Helligkeiten sowie ein gutes Kontrastverhältnis bieten.
Das Fraunhofer IPMS erweitert sein Portfolio um ein hochauflösendes OLED-Mikrodisplay Das neue 2K-OLED-Mikrodisplay (2048 x 2048 Pixel, 9,3 µm x 9,3 µm RGB-stripe, 1.07 Zoll) erreicht die bisher höchste Auflösung in der Mikrodisplay-Familie des Fraunhofer IPMS und basiert auf dem hauseigenen Hochvolt-Backplane-Schaltungskonzept. Diese Technologie ermöglicht die Ansteuerung mehrerer gestapelter OLEDs, was zu einer hohen Helligkeit führt.
Das Fraunhofer-Instituts für Photonische Mikrosysteme IPMS stellt die neuen Displays auf der SID Display Week 2026 (05. – 07. Mai 2026, Stand Nummer 1146), in Los Angeles vor.
»Neben der erweiterten Ansteuermöglichkeit der Pixel in einem weiten Dynamikbereich, kann das Display über eine chipintegrierte LVDS-Schnittstelle angesteuert werden, was die Anzahl der benötigten Leitungen reduziert. Gleichzeitig ermöglicht es eine hohe Datenbandbreite, um weiterhin Bildwiederholraten bis 120 Hz erreichen zu können. Hierbei wurde auch ein neuartiges Mikrodisplay-Modul-Package entwickelt, das alle erforderlichen Spannungen für den Display-Chip bereits auf dem Modul erzeugt und somit lediglich eine einzelne Systemspannung benötigt. Dies reduziert den Integrationsaufwand in bestehende optische Systeme erheblich«, erklärt Philipp Wartenberg, Abteilungsleiter IC- & System-Design am Fraunhofer IPMS.
Die neuen 2K-Displays lassen sich an neue, kundenspezifische Anwendungen anpassen. Dazu stehen Evaluation-Kits zur Verfügung.
Bei OLED-Mikrodisplays handelt es sich um eine ausgereifte Technologie zur Realisierung hochaufgelöster Bildgeber für unterschiedlichste optische Anwendungen. In jüngster Zeit stehen insbesondere speziell ausgelegte integrierte Ansteuerschaltungen, sogenannte Mikrodisplay-Backplanes, im Fokus. Sie steuern die Pixel mit vergleichsweise hohen Spannungen bzw. Strömen an, insbesondere für den Einsatz in Augmented-Reality-Geräten.