MKS hat in Darmstadt ein europäisches Laser-Applikationslabor eröffnet. Dort können Systemintegratoren und Maschinenbauer Materialproben mit Kurz- und Ultrakurzpulslasern der Marke Spectra-Physics testen lassen.
Ziel ist es, Entwicklungsprozesse zu beschleunigen und die Auswahl geeigneter Laserparameter bereits in einer frühen Projektphase zu erleichtern.
Für die Versuche stehen getrennte Laborbereiche mit Lasern im Ultraviolett- (UV) und Infrarot-Spektrum (IR) zur Verfügung. Im IR-Bereich kommen zwei Ultrakurzpulslaser der IceFyre-Serie zum Einsatz. Für UV-Anwendungen stehen Kurz- und Ultrakurzpulslaser der Serien Talon, Explorer und IceFyre bereit. Ergänzt wird die Ausstattung durch Messtechnik von Ophir sowie optische Tische, optomechanische Komponenten und Motion-Systeme der Marke Newport.
Die Analyse der bearbeiteten Proben erfolgt mit einem 3D-Laserscanning-Mikroskop, das konfokale Lasermikroskopie, Fokusvariation und Weißlichtinterferometrie kombiniert. Ein Digitalmikroskop ermöglicht zusätzliche optische Untersuchungen.
Bislang führte MKS vergleichbare Materialtests ausschließlich in den USA durch. Mit dem neuen Standort können Kunden in Europa Proof-of-Concept-Untersuchungen einfacher begleiten, insbesondere wenn Materialproben aus Vertraulichkeitsgründen nicht versendet werden können. Die Nähe zum Flughafen Frankfurt soll den Zugang zusätzlich erleichtern.
Die Anwendungen reichen von der Mikromaterialbearbeitung über das Schneiden von Displayglas und das Bohren von Mikrolöchern in der Halbleiterfertigung bis zur Materialstrukturierung und -ablation in der Elektronikproduktion. Nach Angaben von MKS sollen sich durch die Tests geeignete Laserquellen und Prozessparameter schneller bestimmen lassen, wodurch Entwicklungszeiten und Projektrisiken sinken können.