Schwerpunkte

Zertifizierungspgramm für IoT-Leuchten

Um Sensoren und Steuergeräte erweitert

18. Januar 2021, 14:30 Uhr   |  Markus Haller

Um Sensoren und Steuergeräte erweitert
© Zhaga/DiiA

Die Zhaga-D4i-Zertifizierung wird vom Zhaga-Konsortium und der Dali Alliance vorgenommen und verwaltet.

Auch Sensoren und funkfähige Steuerungen können eine Zhaga-D4i-Zertifizierung erhalten. Die DALI Alliance und das Zhaga-Konsortium haben ihr gemeinsames Zertifizierungsprogramm auf diese Komponenten erweitert.

Das Zertifizierungsprogramm umfasste bisher Leuchten für Außenanwendungen, die mit eine Zhaga-konformen Schnittstelle und integrierten D4i-konformen Komponenten ausgestattet sind. Mit der jüngsten Erweiterung können auch Sensoren und Steuergeräte, die eine D4i-Zertifizierung erhalten haben und mit Zhaga-Steckern ausgestattet sind, für die gemeinsame Zhaga-D4i-Zertifizierung angemeldet werden. Darunter fallen Umgebungslichtsensoren, Präsenzdetektoren und Funkschnittstellenmodule. Die Zertifizierung ist für den Anwender anhand des Zhaga- und D4i Logos erkennbar und garantiert die Interoperabilität zwischen Steuergerät, Sensor und Leuchte verschiedener Hersteller.

Der D4i-Standard ist einer Erweiterung des in der Beleuchtungsindustrie weit verbreiteten DALI-2-Standards, um die Aspekte IoT-Einbindung, drahtlose Leuchtenansteuerung und vereinheitlichte Datenerhebung und Datenspeicherung zu berücksichtigen. Er ziel vor allem auf LED-Treiber ab.

Interoperabilität von Leuchten, Sensoren und Funkmodulen

Zertifizierbare Gerätetypen mit zugehörigem Logo und verantwortlichem Industrieverband.
© Zhaga/DiiA

Zertifizierbare Gerätetypen mit zugehörigem Logo und verantwortlichem Industrieverband.

Mit dem Zertifizierungsprogramm soll ein interoperables Geräteuniversum aus LED-Leuchten, Steuergeräten, Sensoren und Funkmodulen geschaffen werden. Die Zertifizierung erfolgt nach den Standards Zhaga Book 18 und 20 sowie den DALI-Spezifikationen 250 – 253, 351 und 150. Sie umfassen die mechanische und elektrische Schnittstelle, die Stromversorgung über Bus- und AUX-Kanal sowie Aspekte des Datenformats und der Datenübertragung von Diagnose-, Energie- und Gerätedaten.

Bedarf sehen die beiden Gremien durch die unterschiedlich langen Innovationszyklen der in IoT-fähigen Außenleuchten eingesetzten Technik. »Entscheidungsträger in der Straßenbeleuchtung können die Langlebigkeit der Beleuchtungsinfrastruktur mit der Kurzlebigkeit in der digitalen Kommunikations- und Sensortechnologie vereinen«, beschreibt Dee Denteneer, Secretary General des Zhaga-Konsortiums, den Zweck des Zertifizierungsprogramms. Mit der Erweiterung wird die Geräte-Interoperabilität auf Sensoren und Funkmodule ausgedehnt. Ein Produktentwickler erhält damit eine standardisierte mechanische und elektrische Schnittstelle sowie standardisierte Formate und Verfahren zur Datenübertragung.

 Zu den Mitgliedern der DALI Alliance gehören rund 250 Unternehmen, das Zhaga-Konsortium besteht aktuell aus rund 300 Firmen. Zu den Mitgliedern gehören u.a.  Meanwell, Ledvance, Osram, Samsung, Signify, Wago und die Zumtobel-Gruppe.

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